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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Warum Israel

Originaltitel: Pourquoi Israël

Regie&Buch: Claude Lanzmann Kamera: William Lubtchanski, Colin Mounier Produktion: Frankreich, 1973 Länge: 195 min. Fassung: DVD, OmU

Kommst du aus Überzeugung oder bist du aus Deutschland?“, wurden Erzählungen zufolge die Einwanderer nach Israel in den 30er Jahren gefragt. Viele kamen und kommen noch heute nicht aus Überzeugung, sondern aus Gründen der Diskriminierung und Verfolgung. Aus der Geschichte leitet Israel seine Berechtigung als Staat ab, denn man wollte nie wieder auf das Mitleid anderer Staaten angewiesen sein. Der Dokumentarfilmer Claude Lanzmann will in seinem Filmdebüt Warum Israel von 1973 dem Selbstverständnis des Staates und seiner Bürger nachgehen. Hierbei steht die Frage nach der Anormalität der Normalität des Staates mit der besonderen Geschichte im Vordergrund, womit gleichzeitig eine Annäherung an die jüdische Identität im Schatten von Auschwitz erfolgt. Wie üblich bei Dokumentationen von Lanzmann besteht sein Debüt vor allem aus Personen-Interviews – in diesem Fall mit verschiedenen Teilen der israelischen Bevölkerung. Außerdem besticht er durch seine unprätentiöse Art der Umsetzung. So verzichtet Lanzmann sowohl auf Kommentare als auch auf Voice-Overs, sondern arbeitet lediglich eine 195-minütige Montage aus 50 Stunden Filmmaterial heraus. Diese besondere Doku kann heute als politischer Essay über den Staat Israel betrachtet werden - eine Momentaufnahme zur Darstellung seiner Zeit.

Spieltermin:
Donnerstag, 21.01.2010 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
Israel: Innenansichten
 Donnerstag  14.01.2010  20:00 Uhr  Hebr. OmU  Es waren zehn
 Donnerstag  21.01.2010  20:00 Uhr  OmU  Warum Israel
 Donnerstag  28.01.2010  20:00 Uhr  Hebr. OmU  Yossi und Jagger
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