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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

30 Days of Night

Mit einer Einführung von Svenja Alsmann M.A. + Vorfilm "Quest"

Regie: David Slade Buch: Stuart Beattie, Brian Nelson, Steve Niles Kamera: Jo Willems Musik: Brian Reitzell Darsteller: Josh Hartnett, Melissa George, Ben Foster, Danny Huston, Mark Boone Jr., Mark Rendall, Amber Sainsbury Produktion: USA/Neuseeland, 2007 Länge: 113 min. Fassung: 35 mm, DF

Vampire sind nicht ortsgebunden, denn von den alteuropäischen Landsitzen über die Szenelokale an der amerikanischen Ostküste bis hin zu den schneeverwehten Weiten Alaskas gilt: der Ressourcenspender „Mensch“ kann vor diesem Parasiten nirgendwo sicher sein. Erst recht nicht, wenn die arktische Nacht mit ihren 30 Tagen Dunkelheit lockt. Ein geheimnisvoller Fremder (BF) verkündet den Verbliebenen der Stadt Barrow das herannahende Grauen, die ihn erst einmal für einen alkoholisierten Wahnsinnigen halten und beim örtlichen Sheriff einsperren. Kaum ist der Bote des „wilden Heeres“ jedoch verschwunden, schon suchen die Vampire – eine extrem unheimliche, entromantisierte und erbarmungslose Version der Gattung – angeführt von Marlow (DH) das Städtchen heim und beginnen ein blutiges Massaker. Die Überlebenden, allen voran das Sheriffpaar (JH, MG), beginnen in der herrschenden Dunkelheit einen Kampf bis zum weit entfernten Morgengrauen. Die Verfilmung der Comicvorlage von Steve Niles und Ben Templesmith versucht nach David Slades Vorgaben vor allem ästhetisch ein klaustrophobisches Spiel um die Angst im Dunkeln zu entfalten. Spätestens nach dem Auftauchen des realen Schreckens entwickelt es sich immer mehr zu einem Katz- und Mausspiel nach bewährtem Horrorschema. Bemerkenswert bleibt das Vorspiel, wenn Kälte, Dunkelheit, tote Hunde und gestohlene Handys vorerst breiten Raum für die Phantasie offen lassen, bevor sich die Blutorgie in der Arktis einem gängigen Vampirstereotypen ergibt. Die Vampire entziehen sich auch hier wieder jeder Kategorisierung und erschrecken vor allem durch ihre abgrundtiefe Boshaftig- und Kaltblütigkeit. Gerade dadurch schließt die Reihe "You’ve got the wrong vampire" mit einem Film, der eine scheinbare Typologie der Vampirfigur widerlegt. Mit einer Einleitung von Svenja Alsmann (M.A.) zum Thema "Wozu Vampire – Eine kleine Geschichte des Horrors".

Vorfilm: Quest

Regie: Tyron Montgomery, Thomas Stellmach Drehbuch, Kamera: Tyron Montgomery Produktion: Deutschland 1996 Version: 35 mm Länge: 12 min. Auf der Suche nach Wasser verlässt eine Figur aus Sand die Sandwelt, in der sie lebt. Sie wandert durch andere Welten aus Papier, Stein und Eisen – immer den Wassertropfen folgend...

Spieltermin:
Mittwoch, 09.12.2009 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
You’ve Got the Wrong Vampire
 Freitag  13.11.2009  20:00 Uhr    Nosferatu
 Mittwoch  18.11.2009  20:00 Uhr  En. OmU  Tanz der Vampire
 Mittwoch  25.11.2009  20:00 Uhr  DF  The Lost Boys
 Mittwoch  02.12.2009  20:00 Uhr  En. OmU  The Addiction
 Mittwoch  09.12.2009  20:00 Uhr  DF  30 Days of Night
 Freitag  22.01.2010  20:00 Uhr  Kor. OmU  Durst
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