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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Absolut Warhola

Regie&Buch: Stanislaw Mucha Kamera: Susanne Schüle Musik: Drislak Produktion: D, 2001 Länge: 80 min. Fassung: 35mm, OmU

Mikovç? Mikovç!
Stanislaw Mucha porträtiert in Absolut Warhola dieses kleine Nest, aus dem Andy Warhols Eltern stammten, und das Nachbardorf Medzilaborce, in dem das einzige Pop-Art-Museum Europas steht. Und was es hier nicht für wunderliche Gestalten gibt: einen Vetter von Andy Warhol
, der aus Versehen einen halben Liter Benzin trinkt (in dem Glauben es wäre Hustensaft), eine uralte Tante, die Lenins Gesicht für das von Andy hält, einen gitarrespielenden Museumsdirektor, der Zigeuner gar nicht mag, dafür aber für seine Band Lieder über den großen Andy schreibt, einen "Warholic", der beteuert, Andy Warhol könne gar nicht schwul gewesen sein, weil es so etwas in Mikovç noch nie gegeben hätte, Verwandte, die Bilder im Wert von Millionen von Dollar aus Platzgründen ins Altpapier entsorgt haben, und und und ...
"Die Tanten, Vettern und Kusinen haben Zeit im Übermaß, sie haben Schnaps und haben einander, sie haben keine Arbeit - aber sie haben jeder eine eigene vage Ahnung von Warhol: Sein Name wurde für sie zum Mythos, zur Vision, zum greifbaren Grad der Verwandtschaft mit der unbegreiflich fernen, großen, unverstandenen Welt ... " (Aus dem Presseheft von Pegasos)
Es dreht sich viel um Andy Warhol in dieser Doku, in der man immer wieder spontan lachen muß, doch irgendwann ist man so fasziniert von diesen eigentümlichen Leuten irgendwo im Nirgendwo, daß man Andy Warhol über seine Verwandten fast vergißt. Aber eigentlich ist er sowieso immer einer von ihnen geblieben, und überhaupt hieß er ja in Wirklichkeit Andrijku Warhola ...

Spieltermin:
Mittwoch, 10.07.2002 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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