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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Kafka

Regie: Steven Soderbergh Buch: Lem Dobbs Kamera: Walt Lloyd Musik: Cliff Martinez Darsteller: Jeremy Irons, Theresa Russell, Armin Müller-Stahl, Alec Guinness Produktion: Frankreich/USA, 1991 Länge: 98 min. Fassung: DVD, En. OmU

Prag, 1920. Kafka (JI) arbeitet als Angestellter einer Versicherungsgesellschaft, wo er Tag für Tag in einer großen Bürohalle mit zahlreichen Kollegen an der Schreibmaschine sitzt und Aufträge bearbeitet. Eines Tages verschwindet sein Kollege und Freund Eugen Braban. Auf seine Nachfragen beim Bürovorstand (AG) erhält Kafka nur abweisende Antworten. Doch er bleibt hartnäckig und gibt sich mit den fadenscheinigen Erklärungen sowohl der Polizei, als auch der Firmenleitung (AMS) nicht zufrieden und beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Dabei begegnet er Gabriela Rossmann (TR), einer attraktiven Kollegin, die mit Braban ein Verhältnis gehabt haben soll. Sie ist Mitglied einer Untergrundbewegung, welche Kafka für ihre Ziele gewinnen will, um sich seine schreiberischen Fähigkeiten zu sichern. Doch Kafka lehnt ab. Als es zu weiteren bestialischen Mordfällen kommt, führt eine Spur Kafka zum Schloss, welches über der Stadt thront. Er gelangt zu der Überzeugung, dass alles Übel von diesem merkwürdigen Ort ausgeht.
Steven Soderbergh (Erin Brockovich, Traffic, Solaris) verwebt in seinem Film Bruchstücke aus Kafkas Biografie mit Elementen aus seinen Romanen„Das Schloß“ und„Der Prozeß“ zu einem spannenden Gruselhorrorfilm im Stil expressi- onistischer Filme der 20er Jahre. Mit Anspielung auf den Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau lässt er einen gewissen Dr. Murnau (IH) sein Unwesen treiben. Der Film-Dienst resümierte über Soderberghs Werk:„Seine Fabulierlust, der brillante Hauptdarsteller und der wehmütige Witz machen den Film zu einem Erlebnis.“

Vorfilm: Nowhere Man
R/B/K: J. Stjärne Nilsson P: S 2008 V: DVD, Schwed.OmU L: 8 min.
Henry kommt früh in sein Büro. Wie immer beginnt er seinen Arbeitstag mit einer Zigarette und einer Tasse Kaffee. Als er nach der Tasse greifen will, sieht er, dass ihm eine Hand fehlt. Langsam verschwindet Henry, Stück für Stück.

Text: Anna Riman

Spieltermin:
Dienstag, 08.02.2011 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
Kafka im Kino
„Man muss sich am Leben erhalten für den Kinematographen“
 Dienstag  18.01.2011  20:00 Uhr    Kafkas Kino - "Der Andere" und frühe Stummfilme
 Dienstag  25.01.2011  20:00 Uhr    Das Schloss
 Dienstag  01.02.2011  20:00 Uhr  En. OmU  Kafka-Überraschungsfilm
 Dienstag  08.02.2011  20:00 Uhr  En. OmU  Kafka
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