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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

A Little Italy Tale

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  08.01.2014  20:00 Uhr  BluRay, En. OmU  Taxi Driver
 Mittwoch  15.01.2014  20:00 Uhr  35 mm, DF  Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia
 Mittwoch  22.01.2014  20:00 Uhr  35 mm, En. OV  Heat
 Mittwoch  29.01.2014  20:00 Uhr  35 mm, DF  Der gute Hirte

Robert De Niro

Kaum jemand, der dieses Gesicht nicht kennt: Wie besonders helle Sterne am Nachthimmel leuchten bei Erwähnung seines Namens einzelne Bilder, Szenen, ganze Filme im Gedächtnis eines breiten Kinopublikums auf. Am mittlerweile 70-jährigen Robert Mario De Niro Jr. kam der geneigte Cineast in den letzten Jahrzehnten ebenso wenig vorbei wie an seinem langjährigen filmischen Weggefährten Martin Scorsese (lesenswertes Portrait zu dessen 70. Geburtstag im letzten Jahr in unserem Filmblog "HighNoon" verfügbar)

In gleicher Weise wie der Spross einer Künstlerfamilie vom blassen "Bobby Milk"- Gesicht zum über Jahrzehnte weltweit bekannten Charakterdarsteller avancierte, wollen auch wir den nebligen Vorstellungen der Zuschauer etwas Farbe verleihen und zeichnen anhand einer kleinen, aber feinen und nicht zuletzt von den lichten Reihen in den Verleiherarchiven geprägte Filmauswahl die Geschichte einer einzigartigen, Klassiker durchsetzten und hart erarbeiteten Karriere des neueren Hollywoods nach.

Nach Beginn am Theater gelang De Niro 1965 als Nebendarsteller in der Simonen-Verfilmung "Drei Zimmer in Manhattan" das Debut in seinem heute bevorzugten Medium Film. Nach der Arbeit mit dem ebenfalls noch jungen Brian De Palma fand er sich beim „Godfather“ des B-Movie und Kaderschmied zahlreicher prägender Darsteller und Regisseure Roger Corman wieder, welcher in der Endphase des New Hollywood auch den jungen italo-amerikanischen Regisseur Martin Scorsese tief prägte. Letzterer drehte in der Folgezeit mit De Niro unumstrittene Klassiker wie "Hexenkessel" (1973), De Niros vorläufigen Karrierehöhepunkt Taxi Driver (1976) und das unter Kritikern bis heute hoch verehrte Boxdrama "Wie ein wilder Stier" (1980).

Auch Sergio Leones epischer dritter Teil seiner Once Upon A Time – Trilogie "Es war einmal in Amerika" (1984 – Letztes Jahr in Cannes in einer von Scorsese überarbeiteten Fassung aufgeführt) und Brian De Palmas "Die Unbestechlichen" (1987) führen das Motiv des Gangsters nach "Hexenkessel" in De Niros Darstellerkarriere voran, welches schließlich in Scorseses groß angelegtem Mafiafilm Good Fellas (1990) dank großer Hingabe und Ausdauer – mehrmals am Tag bat De Niro den echten Henry Hill telefonisch um Details für seine Rolle des Jimmy Conway – in das endgültige Zeugnis einer überragenden darstellerischen Leistungsfähigkeit mündete.

Doch zog es De Niro nach all den Jahren vor mitunter hinter die Kamera und stets in seine (und Scorseses) Heimat New York City – beides konnte er 1993 in dem seinem Vater, dem expressionistischen Maler Robert Sr., gewidmeten Regiedebut "A Bronx Tale" in wunderbar nostalgischer Weise verbinden. Im Jahr 1995 lässt Michael Mann den mittlerweile hoch verdienten Robert De Niro auf den nicht minder leidenschaftlichen Charakterdarsteller Al Pacino in seinem klugen und brilliant besetzten Actionepos Heat treffen. Nach einsetzendem vergnüglichen Fischen in den Gewässern der schlicht-unterhaltsamen Komödien setzt De Niro seine ambitionierte Regiearbeit erst 2006 fort und begeistert das Berlinale-Publikum im folgenden Jahr mit dem ausgezeichneten, komplexen CIA-Thriller Der gute Hirte, welcher diese Reihe in ruhiger und anhaltender Weise abrunden wird.

Text: Antje Lossin

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