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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Youth goes Pop

Filme dieser Reihe:
 Montag  29.10.2007  20:15 Uhr    Vortrag: Hollywood and American Youth
 Montag  26.11.2007  20:00 Uhr    Vortrag: High-School- und College-Horrorfilme
 Mittwoch  28.11.2007  20:00 Uhr  OV   Kids
 Mittwoch  05.12.2007  20:00 Uhr  OmU   Ken Park
 Mittwoch  12.12.2007  20:00 Uhr  OmU   Elephant
 Montag  17.12.2007  20:15 Uhr    Vortrag: Meine schreckliche Jugend
 Montag  28.01.2008  20:15 Uhr    Vortrag: Peer Pressure and Empathy

US-Jugend - Kooperation mit dem Carl-Schurz-Haus

Ken ParkDer prägende Einfluss der amerikanischen Kultur auf die globalisierte Popkultur findet seine Entsprechung in den visuellen Medien: Wenn wir uns im Kopf Dinge bildlich vorstellen, die jenseits unseres eigenen visuellen Erfahrungshorizonts liegen, greifen wir auf den gigantischen Bilderpool zurück, der uns medial zur Verfügung steht: Kino, Fernsehen, Internet, Werbe- und Pressefotos prägen nicht nur äußerlich das Bild der Städte, Medien, Leinwände, T-Shirts oder Konsumverpackungen, sondern natürlich auch unsere Bilder im Kopf, jene ureigenen, individuellen Piktogramme, die vor unserem geistigen Auge aufblitzen, wenn wir uns bestimmte Begriffe verbildlichen.

Das Bild des US-Präsidenten, Elvis, der einsame Cowboy oder Marilyn Monroe sind auch bei uns zumeist bildlich fester verankert als ihre hiesigen Entsprechungen. Kein Wunder, Frau Merkel, Peter Kraus, die bayerischen Kuhhirten oder Lieselotte Pulver (in den Sechziger Jahren gefeiert als die deutsche Marilyn!) bringen es zusammengenommen kaum auf die Medienpräsenz ihrer überseeischen Gegenüber. Eines der bevorzugten Objekte dieser Medienmaschinerie ist spätestens seit dem 2. Weltkrieg die amerikanische Jugendkultur, und – dahinter versteckt – die Jugend selbst. Dramatisiert und popularisiert, verherrlicht und verurteilt, und durch so viele mediale Schichten übertüncht, dass einerseits weltweit jeder mitreden kann, wenn es um Gewalt an amerikanischen Colleges, um die Probleme von Einwandererkindern in New York oder um Jugendgangs und Rassenunruhen in Los Angeles geht, wir uns aber andererseits selbst fragen müssen, wieviele dieser Bilder und Klischees sich aus dem Bereich der Fiktion, aus Spielfilmen, reißerischen Reportagen, aus Superheldencomics oder populären Krimiserien eingeschlichen haben und ob wir Bilder, die nicht „ins Bild“ passen, überhaupt wahrnehmen.

In Zusammenarbeit mit dem Carl-Schurz-Haus und Studium Generale haben wir eine Veranstaltungsreihe zur amerikanischen Jugendkultur organisiert. Durch Vorträge sollen spezifische Themen genauer besprochen werden: am Mo, 29.10.07 redet Prof. Dr. Jon Adams über „Hollywood and American Youth“, wobei er genauer auf die Filme Rebel Without a Cause, American Graffiti und Pleasantville eingehen wird. Dr. Rüdiger Heinze wird am Mo, 26.11.07 unter dem Titel „Mörderische Jugend oder Sag niemals ‚Ich bin gleich zurück‘“ einen Blick auf High-School- und College-Horrorfilme werfen, und Prof. Dr. Christoph Ribbat aus Basel am Mo, 17.12.07 über problematische Lebensgeschichten und amerikanische Jugend-Memoiren referieren. Sein Vortrag erkundet, welches Bild amerikanischer Jugend in diesen Texten vermittelt wird und welchen Beitrag sie zu einer Kultur des Narzissmus im frühen 21. Jahrhundert leisteten.

Während eine Vortragsreihe die Bilder der amerikanischen Jugend und ihrer Kultur in Literatur und Bild untersucht und der Wirklichkeit gegenüberstellt, wollen wir in einer begleitenden Filmreihe die Darstellungsformen selbst auf die Leinwand bringen – in Filmen wie dem drastischen Elephant, der vom Massaker an der Columbine Highschool inspiriert wurde, mit der Darstellung von Jugendgewalt in dem schockierenden Festivalerfolg Kids oder der eindringlichen Zeichnung eines Außenseiters in Ken Park.

Text: Alexander Sancho-Rauschel

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