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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

REM, die II.

Filme dieser Reihe:
 Freitag  02.05.2008  19:45 Uhr  OmU  Sakuran – Wilde Kirschblüte
 Dienstag  06.05.2008  19:45 Uhr  OmU  Lady Snowblood
 Freitag  09.05.2008  20:00 Uhr  OV  Interstella 5555 – The 5tory of the 5ecret 5tar 5ystem

Rapid Eye Movies

Im Sommersemester 2000, einige werden sich vielleicht noch erinnern, hat der aka-Filmclub schon einmal eine Reihe über den Filmverleih "Rapid Eye Movies" gezeigt, um dem Freiburger Publikum dessen Programm und das asiatische Kino näher zu bringen. Nach jetzt nunmehr acht Jahren ist es an der Zeit, dies wieder zu tun, denn was Asien-Kino betrifft, ist Freiburg immer noch eine Wüste, da sich, mit Ausnahme des Kommunalen Kinos, die hiesigen Betreiber diesen Filmen verweigern.

1996 gründete sich der Verleih, um den Film Ghost in the Shell in die deutschen Kinos zu bringen. Seitdem hat sich viel getan. REM schrieb sich auf die Fahnen, asiatisches und indisches Kino bei uns populär zu machen. Nicht selten ist auch so manch anderer, international herausragender Film im Programm. Der Verleih kann sich damit rühmen, den umfangreichsten Bollywood-Vetrieb in Deutschland zu betreiben. Zusätzlich betätigen sie sich auch noch im Musik- und Produktionswesen.

„Wir setzen Trends und laufen ihnen nicht hinterher. Vor mehr als 10 Jahren gaben wir [REM] mit der Firmengründing unserer Neugier auf Neues einen Namen. Seither kennzeichnet uns ein offener Blick, mit dem wir durch die internationale Filmwelt gehen. Wir sind Perlentaucher, immer auf der Suche nach dem Unerwarteten[...]“, so der Verleih über sich selbst.

Wir haben euch hier drei Filme zusammengestellt, die einen Eindruck vom Facettenreichtum des asiatischen Kinos vermitteln sollen. Den Anfang machen wir mit dem frauenpowergeladenen Pop-Märchen Sakuran, dessen Szenerie in der japanischen Edo-Zeit angelegt ist. Regie führte die international anerkannte Fotografin Mika Ninagawa. Die Geschichte stammt von der in Japan sehr beliebten Manga-Künstlerin Moyoco Anno, die Musik lieferte Japans Pop-Ikone Ringa Shiina und so ganz nebenbei brilliert die Sängerin Anna Tsuchiya in der Hauptrolle als wilde Kurtisane Kiyoha. Der Film überzeugt durch seine Farbenpracht und den gut komponierten Soundtrack. Farbenfroh geht es in unserem zweiten Film Lady Snowblood weiter. Der Technicolorklassiker aus den 70ern wurde komplett restauriert und glänzt wieder wie am ersten Tag. Dieses Rachedrama begeistert heute wie damals das Publikum und gehört in jede gute Retrospektive japanischen Kinos. Tarantino selbst widmete diesem Werk seinen Film Kill Bill und machte es wieder populär.
Und da Farben nirgends so gut leuchten wie in einem abgedunkelten Kinosaal, präsentieren wir euch das einzige Anime-Science-Fiction-Musical weltweit. Interstella 5555 ist ein Gemeinschaftsprojekt der französischen House-Formation Daft Punk und dem Anime-Altmeister Leiji Matsumoto (der schon die Fernsehserie Captain Harlock erschuf). Komplett musikalisch wird hier das Album Discovery verarbeitet, dessen Musikvideos auch hierzulande als Fortsetzungsgeschichte mit jeder weiteren Albumauskopplung im Musikfernsehen ausgestrahlt wurden. Zu beachten ist, dass der Film ohne Dialoge auskommt und allein die Bilder die Geschichte erzählen. Der Soundtrack liefert die passende Atmosphäre.

Text: Christoph Becker

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