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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Park Chang Wook

Filme dieser Reihe:
 Dienstag  13.01.2009  19:45 Uhr  Kor. OmU  I’m a Cyborg, But That’s OK
 Donnerstag  22.01.2009  19:30 Uhr  Kor. OmU  Lady Vengeance
 Dienstag  03.02.2009  19:30 Uhr  Kor. OmU  Oldboy
 Dienstag  10.02.2009  19:30 Uhr  Kor. Omu  Joint Security Area

Autorenkino der anderen Art

Im letzten Semester haben wir euch den Filmverleih Rapid Eye Movies vorgestellt, der sich bei uns in Deutschland auf den Vertrieb asiatischen Kinos spezialisiert hat. Nun ist es an der Zeit sich etwas genauer mit dem Kino aus Fernost zu beschäftigen. Dazu möchten wir euch einen Teil des Werkes des koreanischen Star-Regisseurs Park Chan-wook vorstellen, der einigen Filmliebhabern mit Sicherheit schon ein Begriff ist.
Park Chan-wook wurde 1963 am 23. August in Seoul geboren. Er studierte Philosophie an der Katholischen Hochschule zu Sogang und gründete hier den Filmclub „Sogang Film Community“. Die Gruppe junger Studenten veröffentlichte über den Club diverse Artikel zu zeitgenössischen koreanischen Filmen. Am Ende seines Studiums beschloss er Filmkritiker zu werden, was er aber aufgab nachdem er Hitchcocks Vertigo gesehen hatte. Lieber wollte er selber Filme drehen. Sein Debut-Film The Moon is... The Sun’s Dream wurde jedoch kein kommerzieller Erfolg. Dieser sollten sich erst ein rundes Jahrzehnt später einstellen und ihm zu Weltruhm verhelfen.
Den Anfang in der Reihe macht sein letzter in Deutschland veröffentlichter Film I’m a Cyborg, But That’s OK. Diese Liebesgeschichte, angesiedelt in einer Geschlossenen Anstallt, strotzt nur so vor witzigen und kuriosen Ideen. Interessante Charaktere und deren ungewöhnlicher Alltag erinnern häufig an Jean-Pierre Jeunets Fabelhafte Welt der Amelie.
Bei uns jedoch ist Park Chan-wook bekannter durch seine Rache-Trilogie von der in Deutschland die beiden letzten Teile gezeigt wurden. Der Film Oldboy, nach einer Japanischen Manga-Vorlage, erhielt 2003 sogar den „Großen Preis der Jury“ in Cannes und dürfte hierzulande wohl sein bekanntester Film sein. Weniger brutal aber genauso gut ist auch der letzte Teil der Trilogie Lady Vengeance, der durch seine einmaligen Bilder und dem gut gewähltem Soundtrack besticht. Das Drama, dass Chan-wook hier erzählt ist in seiner Komplexität vergleichbar mit alten griechischen Tragödien. Der erste Teil Sympathie for Mr. Vengeance ist in Deutschland leider nur als DVD erhältlich und hat seinen Weg nicht auf die große Leinwand gefunden.
Zuletzt wollen wir euch noch seinen ersten großen Erfolg vorstellen. JSA – Joint Security Area besuchten im Jahr 2000 über 6 Millionen Koreaner und etablierten Park Chan-wook als Filmemacher in Korea. Dieses Militärdrama, dessen Handlung am Grenzstreifen zwischen Nord- und Südkorea angesiedelt ist, berührt aber nicht nur Koreaner, schließlich haben auch wir so unsere Erfahrung mit geteilten Staaten.

Text: Christoph Becker

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