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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Chaos & Anarchie

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  22.04.2009  20:00 Uhr  En. OmU  Fight Club
 Mittwoch  29.04.2009  20:00 Uhr  DF   The Dark Knight
 Dienstag  12.05.2009  20:00 Uhr    Der Baader Meinhof Komplex
 Mittwoch  27.05.2009  20:00 Uhr  Jap. OmU  Batoru rowaiaru – Battle Royale

... , was Euch kaputt macht!

„Der Begriff Anarchie bezeichnet einen Zustand der Abwesenheit von Herrschaft.“ (Wikipedia)

Diese Reihe hat keinerlei politische Anliegen, auch wenn Politik teilweise ihr Thema ist. Wir wollen auch nicht moralisieren oder idealisieren. Unser Anliegen ist vielmehr zu zeigen, wie Anarchie und Chaos in Filmen benutzt und dargestellt werden
. Denn das Verständnis für diese Formen der Anti-Ordnung ist sehr komplex. Politik und Gesellschaft sind ein Teil des Themengebietes – auf der anderen Seite stehen ästhetische und philosophische Ansätze.

Der Joker in The Dark Knight ist die Personifikation von Anarchie und Chaos. War Jack Nicholsons Joker-Figur in Tim Burtons Batman noch auf Macht und Geld aus, wird er durch Heath Ledger zum kompletten Gegenteil. Ihn treiben keine niederen Motive an. Er erstrebt Chaos und Zerstörung um ihrer selbst willen im Glauben daran, dass die Menschheit verdorben ist, und wird so zum perfekten Anti-Superhelden.

In der Werbung zu Fight Club hieß es einst programmatisch: „Übermut. Chaos. Seife.“ Tyler Durden tritt hier als Element des Chaos in das Leben des Ich-Erzählers. Er etabliert eine radikale Philosophie, deren Ziel die Auflehnung gegen und die Destruktion der gesellschaftlichen Verhältnisse ist. Fight Club ist Hollywoods Parade-Anarchiefilm, in dem Chaos nicht nur die Handlung der Figuren motiviert, sondern auch als psychologischer Faktor auftritt.

Im Baader-Meinhof-Komplex führen wir die politische Komponente ein. Die RAF versetzt die BRD in Angst und Chaos, schafft dabei jedoch keine veränderten Zustände, sondern festigt vielmehr die Staatsgewalt.

Die Handlung von Battle Royale ist primär eine Gesellschaftskritik des modernen Japan. Überspitzt wird dargestellt, wie ein (totalitäres) Regime handeln könnte, das angesichts der wachsenden Disziplinlosigkeit und des Autoritätsverlusts völlig ratlos erscheint. Im Überlebenskampf der Schüler entwickelt sich eine eigene Dynamik, die starke anarchistische Züge erhält, und sich dabei immer wieder selbst ironisiert.

Text: Philipp Sickmann, Christoph Becker

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