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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Jugend in der Provinz

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  20.01.2010  20:00 Uhr    Dorfpunks
 Mittwoch  27.01.2010  20:00 Uhr  Isl. OmU  Noi Albinoi
 Mittwoch  03.02.2010  20:00 Uhr  DF  Raus aus Åmål
 Mittwoch  10.02.2010  20:00 Uhr  DF  Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa

„In der langweiligsten Landschaft der Welt“

Vorstadtsiedlungen, Tennisplätze, Mofagangs und Dorfdiskotheken: die Provinz ist geprägt von Kleinbürgerlichkeit, Langeweile und der jugendlichen Sehnsucht, einfach nur abhauen zu wollen. So oder jedenfalls so ähnlich trostlos dürfte es überall in den Randgebieten der westlichen Welt aussehen; was das Aufwachsen und Erwachsenwerden in der Provinz nicht unbedingt einfach macht. Und besonders schwer wird es, wenn man dazu noch aus irgendeinem Grund nicht in den Mainstream der anderen Gleichaltrigen passt oder passen will – so zum Beispiel Noi in Noi Albinoi oder Agnes in Raus aus Åmål.
Die Provinz ist dabei für viele Heranwachsende ein Ort des Stillstands, ein Nicht-Ort, der durch das gekennzeichnet ist, was alles fehlt: gute Kinos, coole Freunde, zeitgenössische Popkultur, trendbewusste Großstädter und die Möglichkeit, seine Individualität auszuleben. Und das äußerste Ziel der jungen Provinzler ist die Flucht in die nächstgelegene und Freiheit verheißende Großstadt. Sei es von Emmendingen nach Freiburg, Lütjenburg nach Hamburg oder von Åmål nach Stockholm. Ob die vielgelobte Großstadt dann auch das halten kann, was sie verspricht, ist natürlich wieder eine ganz andere Frage.
Dem Thema des Heranwachsens in der Provinz widmen sich überraschenderweise eine Vielzahl von internationalen Filmen. Oft sind dafür jüngere Regisseure verantwortlich, die in ihren Arbeiten eigene Erfahrungen des Coming-of-Age mit den Schwierigkeiten, aber auch mit den Kuriositäten des Provinzlebens verknüpfen.
Wir zeigen Euch in unserer Provinzreihe eine Auswahl von vier Filmen – aus Schweden, Island, Deutschland und den USA – die auf tragische und zugleich humorvolle Weise ihre jeweils eigene Perspektive des Themas erzählen. Trotz aller Auflehnung, Einsamkeit oder Verzweiflung verbindet die jugendlichen ProtagonistInnen dabei letztendlich auch immer die Chance, sich aus ihrer Situation zu befreien und ein Stück der provinziellen Enge hinter sich zu lassen.

Für die Idee und Entstehung der Filmreihe war auch Ex-aka-Mitglied Nicola Bartholmé
wesentlich verantwortlich, die derzeit Ihr Referendariat im schwäbischen Hinterland leistet.

Text: Peter Brüstle

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