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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Der neue Science-Fiction-Film

Filme dieser Reihe:
 Dienstag  11.05.2010  20:00 Uhr  DF  Star Trek
 Dienstag  18.05.2010  20:00 Uhr  DF  District 9
 Dienstag  08.06.2010  20:00 Uhr  DF  Children of Men
 Mittwoch  14.07.2010  20:00 Uhr  DF  Cloverfield
Man muss sich nicht erst auf den Weg nach Pandora machen, um neue Dimensionen des Science Fiction-Genres zu erleben: Die letzten Jahre haben bereits vorher einige innovative und ungewöhnliche Sci-Fi-Streifen hervorgebracht. Grund genug für den aka, sich den neusten Entwicklungen in dem Genre zu widmen.
Allen voran ist District 9 zu nennen. Der Film sucht sich ein frisches Szenario – die Slums von Südafrikas Metropole Johannesburg – und macht daraus einen Action-Mix mit Doku-Elementen und sozialkritischem Einschlag. Auch eine weitere Tendenz des Genres zeigt sich in District 9: Hier sind nicht die Aliens, sondern die Menschen die „Bösen“, ähnlich wie in James Camerons Avatar, nur nicht ganz so platt.
Children of Men zeigt ebenfalls die gewalttätige und unterdrückerische Seite der menschlichen Natur, ist dabei aber bei weitem düsterer und dystopischer inszeniert. Während District 9 fiktive Ereignisse aus dem Jahr 1982 wählt, spielt Children of Men in naher Zukunft und bleibt viel näher an der Realität. Aufsehen erregte der Film vor allem durch die grandiose Kameraarbeit.
Beide Filme haben gemeinsam, dass sie dem Zuschauer Informationen vorenthalten. Warum stecken die Aliens so hilflos über Johannesburg fest? Woher kommen sie? Oder: Was ist der Grund dafür, dass in Children of Men auf einmal keine Menschen mehr geboren werden? Die Filme lassen viel Raum für Spekulationen und heizen diese an. Doch ihr Ziel ist es, die Zuschauer dem Diffusen und Ungewissen auszusetzen – man ist den Umständen ebenso hilflos ausgeliefert wie die Protagonisten.
Dieses Prinzip treibt Cloverfield auf die Spitze: Der Film, der eigentlich eher dem Subgenre des Monsterhorrors zuzuordnen ist, erzählt seine Geschichte bemerkenswert konsequent aus der Perspektive der Beteiligten, was durch den perfekten Einsatz von Digitalkamera-Sequenzen unterstützt wird. Der Zuschauer erfährt genau dasselbe, was die Figuren erfahren, und nicht ein einziges bisschen mehr. Zentrierung auf die erste Person statt allwissendem Erzähler und ausnahmsloser klärender Ausleutung jedes einzelnen Geheimnisses. Eine spannende Alternative zu Emmerichs Godzilla-Trash!
Quasi als Prolog noch ein aka-Special für alle Star Trek-Fans: Der Neuanfang für eine der ältesten Sci-Fi-Reihen rundet die Reihe des neuen Science Fiction-Films ab. Cloverfield-Produzent J. J. Abrams wagte sich an den legendären Stoff und arbeitete mit Trek-begeisterten Autoren am Drehbuch. Der elfte Star Trek-Teil verleiht der Serie neue Impulse, mit unbekannten Darstellern und ungewohnten Einblicken in die Anfänge von Kirk, Spock und Co.

Text: Philipp Sickmann

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