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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

American Comedies

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  28.04.2010  20:00 Uhr  En. OmU  Whatever Works
 Mittwoch  05.05.2010  20:00 Uhr  En. OmU  Up in the Air
 Mittwoch  12.05.2010  20:00 Uhr  En. OmU  (500) Days of Summer
Eines der beiden allen anderen übergeordneten Genres ist im Theater wie im Film die Komödie. In der Filmgeschichte wurden in keinem anderen Genre mehr Filme gedreht, entsprechend vielseitige Macharten treffen hier aufeinander:
Chaplin entwickelte den Slapstick-Humor, Capra brachte die großen Gefühle ins Spiel, Wilder fügte bissigen Hintersinn bei, lange bevor Mel Brooks und Monty Phyton die Freude an Absurditäten und Parodien zelebrierten. Und man könnte hier noch viele Beispiele und Vertreter hinzufügen.
Amerikanische Komödien gibt es wie Sand am Meer – Grund genug nach den Ausnahmen von der nach hausbackenen Formeln geschriebenen und mit hölzern dahineiernden Stars besetzten Regel zu
suchen. Fündig wurde der aka bei einem Altmeister, einem jungen Überflieger und einem vielversprechenden Newcomer. Woody Allen, Jason Reitman und Marc Webb heißen die Herren in den Regiestühlen dieser drei herausragenden US-Komödien aus dem letzten Jahr.
Während Allen – einst mit Der Stadtneurotiker die Komödie revolutionierte und nun mit dem Gagfeuerwerk Whatever Works im Gepäck nach New York zurückgekehrt ist, kommentiert Reitman in Up
in the Air knochentrocken und präzise das moderne Privat- und Erwebsleben,während Webbs (500) Days of Summer leichthändig die Mechanismen der romantischen Komödie auf die Schippe nimmt.
Drei Filme und drei neue Vertreter der Komödie, die klassische Mittel des "Make ‘em laugh-Films" auseinandernehmen und nach neuen Rezepten zusammensetzen, den hausbackenen Rezepten einen ganz eigenen Schliff verpassen und auch in Sachen Stil und Inszenierung höchsten Ansprüchen genügen. Ihre Helden sind Charaktere, die in der klassischen Mainstream-Komödie eher als Nebenfiguren
vorkommen würden – Hugh Grants legendärer Mitbewohner Spike aus Notting Hill stand einst für solche Charaktere Pate. Doch hier geben die etwas verschrobenen Außenseiter nicht die Sidekicks der glattgebügelten Stars, sondern laufen im Mittelpunkt der Handlung zur Hochform auf. Von den Tiraden des vereinsamten Physikgenies in Allens Whatever Works über die eigenbrötlerische Lebensführung
des Entlassungsbeauftragten in Reitmans Up in the Air bis zur unerfüllten Liebe des Glückwunschkartendesigners in (500) Days of Summer geht die Bandbreite dieser etwas anderen Comedy-Protagonisten. Allerdings sind sie Helden, deren Außenwirkung sie über die zotig-pubertäre Selbstdenunziation, wie in Jungfrau, 40, männlich sucht... und Beim ersten Mal hinaushebt.
Die US-Komödie wird sich so schnell nicht neu erfinden, doch Lichtblicke gibt es immer zu entdecken – bei uns in diesem Semester dreimal!


Text: Martin Koch

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