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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Federico Fellini

Filme dieser Reihe:
 Dienstag  30.11.2010  20:00 Uhr  DF  La Strada - Das Lied der Straße
 Dienstag  07.12.2010  20:00 Uhr  DF  La dolce vita
 Dienstag  14.12.2010  20:00 Uhr  DF  Satyricon
 Dienstag  21.12.2010  20:00 Uhr  It. OmU  Amarcord

Weltkino made in Italy

Der 1920 in Rimini in Italien geborene Regisseur Federico Fellini zählt zu den größten Filmregisseuren aller Zeiten. Kaum ein Filmemacher nach ihm konnte sich seines direkten oder indirekten Einflusses entziehen.
Fellini kam erst zum Kino, nachdem er sich bereits in jungen Jahren einen Namen als Journalist und Karikaturist gemacht hatte. Doch schon während seiner Tätigkeit beim Satiramagazin Marc’Aurelio, schrieb er Hörspiele für das Radio und arbeitete an Drehbüchern mit. Bei dieser Tätigkeit lernte er den Regisseur Roberto Rossellini kennen und wurde 1946 für die Mitarbeit am Drehbuch zu dessen Film Rom – offene Stadt gleich mit einer Oscarnominierung belohnt; der Durchbruch als Drehbuchautor war geschafft. Bei seiner ersten eigenen Filmproduktion Lichter des Variété (Luci del varietà, 1950) kamen ihm die zahlreichen Kontakte zugute, die er während dieser Tätigkeit knüpfen konnte. Dennoch mußte sich auch Fellini seinen Erfolg hart erkämpfen: Sein erster Film floppte sowohl bei der Kritik als auch beim Publikum. Doch Fellini ließ sich nicht entmutigen, und bereits sein dritter Spielfilm Vitelloni (Die Müßiggänger) wurde 1952 in Venedig mit dem silbernen Löwen ausgezeichnet und war auch kommerziell ein riesiger Erfolg.
Bereits zwei Jahre später wurde La Strada – Das Lied der Straße in Venedig uraufgeführt. Mit diesem Film gelang Fellini der internationale Durchbruch als Regisseur.
Gleich im folgenden Jahr gelang ihm dieses Kunststück erneut. Wieder wurde er – diesmal für Die Nächte der Cabiria (Le notti di Cabiria) mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. Und im Laufe seiner Karriere sollte er diesen begehrten Preis noch zwei weitere Male mit nach Hause nehmen. Diesen Erfolg hat ihm bisher kein Regisseur nachmachen können.
In Fellinis Leben gab es aber nicht nur Höhen. Immer wieder brachte er auch Filme heraus, die beim Publikum durchfielen. Dennoch zählen die Filme, die ankamen und auch teilweise, diejenigen, die damals von der Kritik verrissen wurden, heute zu den Meisterwerken der Kinogeschichte. Bereits zu Lebzeiten war Fellini so etwas wie ein Mythos.
Seine Filme weisen in vielen Fällen autobiografische Elemente auf. Sie sind chaotisch, bunt und durchsetzt mit skurrilen Figuren, aber auch poetisch und melancholisch. Viele seiner Werke haben darüber hinaus sozial- und moralkritische Grundtöne.
War Fellinis Frühwerk noch stark vom italienischen Neorealismus geprägt, so emanzipierte er sich mit La Strada (1954) langsam von dieser Strömung. Einen weiteren Wendepunkt im Laufe seiner Regiekarriere markierte 1959 La dolce Vita. Orientierten sich seine Filme vorher in ihrem Aufbau stark an christlichen Mythen, hält er in diesem Film einer exzentrischen, dekadenten Gesellschaft den Spiegel vor. Kein Wunder, daß die katholische Kirche zum Boykott des Films aufrief.
Doch dieser Film begründete den Weltruhm Fellinis. Seitdem ist er auch einfach als Il Maestro bekannt.
Leider sind in Deutschland heute nur noch wenige Filme des Meisterregisseurs zu bekommen. Aus den verfügbaren Filmen haben wir eine kleine Auswahl seiner größten Erfolge zusammengestellt.

Text: Angelique Presse

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