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Malerei bewegt - Bewegte Malerei!
Was haben Regisseur und Maler gemeinsam? Beide inszenieren Bilder – der Regisseur bewegt sie, der Maler komponiert sie. Doch was passiert, wenn beide Künste aufeinandertreffen? Gut möglich, dass zum wiederholten Male ein langweiliges Biopic dabei herauskommt, das mit den ewig gleichen Mitteln arbeitet: Genie, Kunstrausch, Sex, Kommerz. In Filmen wie „Van Gogh“, „Klimt“, „Basquiat“ und ähnlichen stand selten die Malerei selbst im Vordergrund. Diese Reihe soll beweisen, dass es auch anders geht und Film und Malerei sich gegenseitig inspirieren können.
Im Zentrum dieser Reihe stehen Filme, die mit den ästhetischen Mitteln der Malerei das filmische Bild gestalten. Sie kreist um das Thema Malerei und ihre Wirkmächtigkeit, die selbst den Film als künstlerisches Medium in seinen Bann zieht. Malerei bzw. Gemaltes wird in den für diese Reihe vorgesehenen Filmen gekonnt inszeniert und gewissermaßen Schicht um Schicht auf die Filmleinwand aufgetragen. „Die Mühle und das Kreuz“ (Lech Majewski) wie auch „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ (Peter Webber) nehmen zwei Gemälde filmisch in den Fokus und hauchen ihnen Leben ein. Gleichzeitig werden hier die Maler in ihrer Funktion als Dokumentatoren des Zeitgeschehens und Beobachter ihrer Alltagswelt porträtiert. Der Film „Goya in Bordeaux“ (Carlos Saura) spielt mit den Grenzen von erlebter Geschichte, Phantasie und gemaltem Bild. Mit der Dokumentation „Gerhard Richter – Painting“ (Corinna Belz) wird einer der wichtigsten deutschen Gegenwartskünstler bei seiner Arbeit gezeigt.
Unterstützt wird diese Reihe durch Vorträge von DozentInnen verschiedener Fachbereiche der Universität Freiburg, die die Künstler der jeweiligen Filme hervorheben und einen interdisziplinären Blick auf das Werk werfen werden.
In unserer Reihe zeigen wir also Filme wie Gemälde und Gemälde wie Filme. Text: Anna Riman, Fanny Neumann | |