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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Time to Be Brave

Filme dieser Reihe:
 Donnerstag  25.10.2012  20:00 Uhr  DF  Merida – Legende der Highlands
 Dienstag  13.11.2012  20:00 Uhr  DF  Submarine
 Montag  10.12.2012  20:00 Uhr  DF  Young Adult
 Mittwoch  16.01.2013  20:00 Uhr  Dt. OV  This Ain’t California
 Donnerstag  07.02.2013  20:00 Uhr  DF  Tomboy

Coming-of-Age-Geschichten

Kind sein ist nicht schwer, erwachsen sein dagegen sehr? Wäre es so einfach, dann würde wohl niemand erwachsen werden wollen. Doch Kinder und Erwachsene haben ihre ganz eigenen Probleme und der Prozess des Erwachsenwerdens stellt noch einmal eines für sich dar. In den Filmen dieser Reihe begegnen uns ganz unterschiedliche Charaktere, vom Kind über die Jugendlichen bis hin zum Erwachsenen. Sie alle müssen lernen, sich an etwas abarbeiten - mal mehr, mal weniger. Das Bemerkenswerte dabei ist: Es kommt nicht auf das Alter an, wie reif jemand ist oder sich benimmt, sondern im Grunde ganz auf den Menschen und seine Eigenschaften. Dabei ist es auch nicht mehr verwunderlich, wenn sich Kinder am Ende erwachsener verhalten als manch ein Erwachsener, der in Wahrheit noch nach kindlichen Mustern lebt.

Den Auftakt macht Wirbelwind Merida, die lieber wilde Ritte durch die Highlands unternimmt und Bogenschießen übt, als eine brave und wohlerzogene Prinzessin zu sein. Das ist ganz und gar nicht im Sinne ihrer Mutter und sie muss einen Weg finden, ihren Freiheitswunsch und die Liebe zu ihrer Mutter zu vereinbaren. Die Familie spielt auch im bunten Submarine eine wichtige Rolle: Ein 15-jähriger Schlaukopf muss sich den Realitäten der anderen stellen, denn das Verhalten seiner Eltern und seiner Angebeteten machen ihm das Leben schwer. Doch beinahe unbeirrbar geht er dagegen an. Den Kontrapunkt der Reihe bildet Young Adult, in dem eine Jugendbuchautorin und ehemalige prom queen sich in ihrer eigenen Utopie verrennt. Ihre scheinbar leichtlebige Art und ihr Ziel, ihren inzwischen verheirateten Schwarm aus High-School-Tagen zurückzuerobern stehen dabei einer Reifung im Weg. This Ain’t California führt uns zur Entdeckung des Skateboards durch die DDR-Jugend in den 80er Jahren. Die Jugendlichen finden durch ihre ganz eigene Freizeitgestaltung zu mehr Selbstbestimmung und befreien sich so langsam aus den starren Lebensverhältnissen der Zeit. Die Reihe schließt mit Tomboy, über ein zehnjähriges Mädchen, das außerordentlichen Mut beweist, indem es ganz seinem Identitätsgefühl vertraut und danach lebt: als Junge.

Es sind Geschichten über Reifung, Selbstfindung und oft auch Selbstbestimmung, mit denen wir es hier zu tun haben. Erwachsen werden ist nicht einfach und es sind viele Schritte, die gegangen werden müssen, bis sich der Wandel vollzogen hat. Dazu braucht es Zeit, doch viel mehr noch Mut - zur Eigenständigkeit, aber auch zur Einsicht und Erkenntnis. Einige Charaktere haben ihn und schaffen den „Sprung“. In diesem Sinne: “We’ll see how brave you are.”

Text: Natalie Kurz

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