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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Skandinavisches Kino

Filme dieser Reihe:
 Donnerstag  08.11.2012  20:00 Uhr  Fin. OmU  Helden des Polarkreises
 Donnerstag  15.11.2012  20:00 Uhr  Norw. OmU  O’Horten
 Donnerstag  29.11.2012  20:00 Uhr  DF  Superclassico… meine Frau will heiraten!
 Donnerstag  06.12.2012  20:00 Uhr  Dän. OmU  Dark Horse
Wälder und Seen, weite Landschaften, lange Winternächte, endlose Sommertage, vorbildliche Sozialsysteme, freundliche Menschen, teurer Alkohol, geselliges Saunieren, düstere Krimis, die wunderbaren Kinderbücher von Astrid Lindgren - Skandinavien weckt viele Assoziationen und steht nicht zuletzt für gute Filme. Angefangen in der Stummfilmzeit, die sowohl in Schweden als auch in Dänemark eine Blütezeit des Films war und weltweit bekannte Schauspielgrößen wie etwa Asta Nielsen aus Dänemark oder Greta Garbo aus Schweden hervorbrachte, bis zu Ingmar Bergmann, der als einer der besten Filmregisseure aller Zeiten gilt – die skandinavischen Länder trugen viel zur Entwicklung des Films bei.

Auch heute noch stammen nicht wenige international erfolgreiche Filmregisseure aus Skandinavien, man denke etwa an den Dänen Lars von Trier (Antichrist, Melancholia), der 1995 u.a. gemeinsam mit Thomas Vinterberg das Dogma95-Manifest verfasste, nach dessen Schema wegweisende Filme wie Das Fest und Idioten entstanden oder an den Schweden Lasse Hallström, der mit Filmen wie Gilbert Grape, Chocolat oder aktuell mit Lachsfischen im Jemen großen Erfolg hatte. 2011 erhielt außerdem die Dänin Susanne Bier für In einer besseren Welt den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Neben diesen eher großen Produktionen skandinavischer Filmschaffender, die hauptsächlich im Ausland entstanden sind, hat die nordische Filmlandschaft jedoch noch viel mehr zu bieten. Fernab von Wettbewerbsdruck und Hollywoodrummel finden hier ideenreiche Regisseure in überschaubaren, kleinen Filmindustrien Zeit und Raum für die Produktion einmaliger Filme jenseits aller Konventionen. Genau diese Filmen, die durch ihre unverwechselbare Schrulligkeit zwischen lakonischer Melancholie und wunderbarer Poesie, wie wir sie vom finnischen Altmeister Aki Kaurismäki kennen, eine ganz eigene Stimmung verbreiten, wollen wir uns dieses Semester widmen.

Den Auftakt bildet das flotte finnische Roadmovie Helden des Polarkreises, in dem drei nichtsnutzige Kumpels auf der Suche nach einem digitalen Receiver durch die eisige Polarnacht irren. Im Anschluss findet der alte Zugführer O’Horten einen Weg aus seiner Einsamkeit, in Superclassico versucht ein gemütlicher dänischer Weinhändler in Buenos Aires seine Frau von einem argentinischen Fußballstar zurückzugewinnen. Den Abschluss bildet Dark Horse, ein kontemplativer, ungemein kreativer Film über einen jungen Flaneur in Kopenhagen.

Text: Eva Notz

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