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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Das Rennen um den Goldenen Bären

Filme dieser Reihe:
 Dienstag  23.04.2013  20:00 Uhr  Dt. OV  Was bleibt
 Dienstag  02.07.2013  20:00 Uhr  It. OmU  Cäsar muss sterben
 Dienstag  09.07.2013  20:00 Uhr  Port. OmU  Tabu - Eine Geschichte von Liebe und Schuld
 Dienstag  16.07.2013  20:00 Uhr  Fr. OmU  Winterdieb

Best of Berlinale-Wettbewerb 2012

Hurra, ein Goldener Bär!Etwa 400 Filme aus aller Welt werden in den zehn Tagen im Februar gezeigt, wenn in Berlin die Internationalen Filmfestspiele stattfinden. Die wichtigste Programmsparte ist dabei „der Wettbewerb“, in dem knapp 20 Filme von einer internationalen Jury, die sich aus bekannten Filmemachern und Kulturschaffenden zusammensetzt, bewertet werden und um den Goldenen Bären so wie verschiedene Silberne Bären konkurrieren.

Seit Jahren steht der Berlinale-Wettbewerb in der Kritik, weil ihm vorgeworfen wird, zu wenig wirklich große Meilensteine der Filmkunst hervorzubringen. Vor allem im Vergleich mit den anderen beiden großen europäischen Filmfestivals mit internationalem Wettbewerb(den sogenannten A-Festivals), nämlich den Festspielen von Cannes und Venedig, wird der Berlinale oft der dritte Platz zugesprochen, was internationales Renomée und die Beachtung bei großen Regisseuren angeht. Dennoch wurde 2012 von „einer der besten Berlinale seit Jahren“ gesprochen (Tagesspiegel), was auch an den 18 Filmen lag, die in das Rennen um die begehrten Bären-Trophäen einstiegen. Immerhin zwei der Wettbewerbsfilme brachten es 2013 zu Oscarnominierungen für den besten fremdsprachigen Film - Rebel (Kanada) sowie Die Königin und der Leibarzt (Dänemark) -, andere begeisterten hierzulande die Zuschauer. Wer nun aber glaubt, „Wettbewerb“ wäre automatisch gleichzusetzen mit kurzweiligem, großem Kino, der irrt leider. Denn nicht selten sind die präsentierten Filme zäh, schwerverdaulich oder schlicht langweilig. Unsere Reihe haben wir aber um diese Filme bereinigt und wollen uns nun auf das Best-of konzentrieren.

Für besonderes Aufsehen sorgte Christian Petzolds Barbara, ein sehr sehenswerter Film, ausgezeichnet mit dem Regie-Bären, der aber so lange im Kino gezeigt wurde, dass wir hier anderen Highlights den Vorzug geben möchten. Gute Filme wie z.B. das chinesische Historienepos White Deer Plain oder Jayne Mansfield’s Car, feines amerikanisches Autorenkino von Billy Bob Thornton, haben immer noch keinen deutschen Verleih, und es bleibt fraglich, ob sich das noch ändert. Winterdieb (Schweiz) von Ursula Meier begeisterte Kritik und Publikum gleichermaßen und wurde bis zum Schluss als Hauptfavorit für den Goldenen Bären gehandelt, den dann – überraschend und nicht ohne Kritik zu provozieren - Cesare deve morire aus Italien gewann. Tabu (Portugal) wurde mit dem Alfred-Bauer-Spezialpreis für Filmkunst ausgezeichnet und damit zu Recht für seine unkonventionelle und innovative Ästhetik und Erzählstruktur belohnt. Und Was bleibt ging als deutscher Wettbewerbsbeitrag im Barbara-Hype ein wenig unter, was ihm nicht gerecht wird - ist er doch mindestens genauso sehenswert. Diesen Film zeigen wir als Crossover mit der Reihe Neuer deutscher Film – Zeit der Umbrüche.
Die Wege der achtköpfigen Jury, in der 2012 Regisseur Mike Leigh den Vorsitz hatte, sind manchmal unergründlich, doch letzten Endes sind Filmbewertungen ja auch immer ein Stückweit eine subjektive Angelegenheit. Daher: Auf in den aka, ab in den Berlinale-Wettbewerb, am Besten ihr macht Euch euer eigenes Bild ;-) !

Text: Johannes Litschel

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