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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

HipHop

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  30.04.2003  19:45 Uhr  DF  Boyz N the Hood
 Sonntag  04.05.2003  20:00 Uhr    A great Day in HipHop
 Dienstag  06.05.2003  20:00 Uhr  OmU  Wild Style !
 Dienstag  13.05.2003  20:00 Uhr  OmU  New Jack City
„HipHop“ – so der amerikanische Musikkritiker Nelson George – „ist ein Produkt der ersten Generation nach dem Ende der Bürgerrechtsbewegung: Eine Kombination von Verhaltens- und Kulturmustern, die ursprünglich von jugendlichen Aforamerikanern, Latinos und Amerikanern karibischer Abstammung in und um New York in den 70er Jahren aufgebracht wurde.“ Und dabei spielte der Film eine zweifache Rolle: Zum Einen ging Populärkultur – auch der Film – in die HipHop-Kultur ein; zum Anderen inspirierte HipHop den Film und fand in ihm neben Musik, Graffiti, Tanz und Video eine weitere Ausdrucksmöglichkeit.
Zum Filmerbe, das sich in der HipHop-Kultur wiederfindet, gehört zum Einen das Kung-Fu-Kino mit seinen Geschichten, die um Ehre und kämpferische Überlegenheit kreisen. Sie finden sich wieder in der Jugendkultur der Aggression, im bedingungslosen Einstehen für die eigene Gang, wie wir sie auch in vielen Gang-Filmen der 90er, zB. New Jack City finden. Zum Anderen ist es das Blaxploitation-Kino der 70er, das HipHop inspiriert hat. Coole Streifen um schwarze Kriminelle, wie z. B. der Koksdealer Priest aus Superfly, verkörperten ein aggressives Heldentum in der Black Community. Dialogfetzen aus diesen Filmen finden sich zuhauf in HipHop-Texten.
Neben diesem Filmerbe der 70er hat HipHop aber auch eine ganz eigene Bilderwelt entwickelt und vor allem auch die Tonspuren unzähliger Filme bereichert. Einer der ersten Filme, die sich mit HipHop beschäfftigen, ist Wild Style, ein Film über die Rap- und Graffitiszene der frühen 80er Jahre. In den 90ern wurden dann – passend zu den Auseinandersetzungen zwischen West- und Eastcoast Gangstarap – vor allem blutige Gangstergeschichten aus den schwarzen Ghettos der amerikanischen Großstädte erzählt. Boyz N the Hood, Menace 2 Society und New Jack City gehören zu den Filmen, die – garniert mit viel blutiger Action – durchaus authentisch die Realität von Drogen, Gewalt und Zukunftslosigkeit einzufangen versuchten. Mit diesen Filmen begannen auch berühmte Rapper wie Ice-T, Ice Cube, Queen Latifah und Tupac Shakur neben ihrer Musik auch als Schauspieler aufzutreten. Zahlreiche HipHopper sind mittlerweile eher Filmstars als Musiker, denkt man zum Beispiel an Blockbuster-Garant Will Smith.
Wir zeigen diese Reihe in Zusammenarbeit mit dem Carl-Schurz-Haus als Begleitung zur Lesereise des New Yorker Musikkritikers Nelson George, der im Freiburger Verlag orange press ein Buch zur Geschichte des HipHop herausgegeben hat. Nelson George wird am 4. Mai im Freiburger Jazzhaus zu Gast sein.

Text: Timothy Simms

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