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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

24 x Wahrheit in der Sekunde?!

Filme dieser Reihe:
 Donnerstag  25.04.2013  20:00 Uhr  OmU  Crossing The Bridge
 Donnerstag  02.05.2013  20:00 Uhr  OmU  War Photographer
 Mittwoch  08.05.2013  20:00 Uhr  OmU  Space Tourists
 Donnerstag  16.05.2013  20:00 Uhr  OmU  Midnight Movies

Dokumentarfilme haben in der Kinolandschaft einen schweren Stand. Häufig thematisieren sie Probleme, sind schwer verdaulich, langatmig und oft moralisierend. So zumindest die gängigen Vorurteile. Wer ins Kino geht, möchte in der Regel unterhalten werden und sich nicht mit gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzen. Aber warum eigentlich nicht? Auch viele Spielfilme (von den großen Hollywood-Blockbustern vielleicht einmal abgesehen), insbesondere diejenigen, die dem Genre „Drama“ angehören, thematisieren auf ihre Art und Weise gesellschaftliche Auswüchse und Probleme. Doch irgendwie schrecken viele Zuschauer offenbar vor Dokumentationen zurück, wie die Zuschauerzahlen zeigen. Warum eigentlich? Es gibt zahlreiche Dokumentarfilme, welche mindestens genauso unterhaltsam sind wie eine Komödie (nur meistens nicht so platt), genauso fesselnd wie ein packendes Drama, genauso spannend wie ein guter Krimi. Nur eben realistischer. Und das macht doch den eigentlichen Reiz aus. Während man bei Spielfilmen in das erfundene Geschehen eintaucht, sich auf die Filmwelt einläßt und das Kino verläßt, in dem sicheren Bewußtsein, daß ja alles nur erfunden war, lädt der Dokumentarfilm dazu ein, auch später noch über das Gesehene nachzudenken, es vielleicht auch infrage zu stellen, sich aber auf jeden Fall damit zu beschäftigen.

Wer schon einmal einen schlechten Dokumentarfilm gesehen hat (und das dürften vermutlich die meisten von uns) weiß, daß es gar nicht so einfach ist, eine gute Doku zu drehen, diese so aufzubauen, daß sie abwechslungsreich ist, nicht langatmig wird, sich nicht wiederholt und gegebenenfalls sogar amüsant ist. Dennoch gibt es zahlreiche Dokumentarfilmer, die diesen Spagat zwischen der Botschaft, die sie übermitteln möchten, bzw. der Frage, der sie auf den Grund gehen, und dem Unterhaltungsfaktor bravourös meistern, so daß man nach dem Kinobesuch gar nicht unbedingt das Gefühl hatte, einen „trockenen“ Dokumentarfilm gesehen zu haben.
Drei dieser Filmemacher stellen wir in unserer aktuellen Reihe vor: Den Schweizer Christian Frei, der mit War Photographer sogar für einen Oscar nominiert war, den deutschen Regisseur Fatih Akin, der sonst ja eher für seine Spielfilme gefeiert wird aber eben auch eine wunderbare Dokumentation über die Musikszene Istanbuls gedreht hat sowie Stuart Samuels mit seiner Hommage an die schrägen Kultfilme der Siebziger, die sogenannten Midnight Movies.

Text: Angelique Presse

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