aka-Filmclub.de

Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Bond Never Dies

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  16.10.2002  19:45 Uhr  DF  James Bond – 007 jagt Dr. No
 Mittwoch  30.10.2002  19:30 Uhr  OF  Du lebst nur zweimal
 Mittwoch  27.11.2002  19:15 Uhr  OF  Im Geheimdienst ihrer Majestät
 Mittwoch  04.12.2002  20:00 Uhr    Der Spion, der mich liebte
 Mittwoch  18.12.2002  19:45 Uhr  OF  Lizenz zum Töten
 Mittwoch  08.01.2003  19:30 Uhr  OF  Der “Morgen” stirbt nie
 Samstag  11.01.2003  10:15 Uhr    Workshop „James Bond - 007“
Vor 50 Jahren schrieb Ian Fleming seinen ersten Roman um den britischen Geheimagenten James Bond. Fünf Jahre später gründeten einige Studenten in Freiburg den akademischen Filmclub. Fünf Jahre später erlebte „Bond, James Bond“ mit Dr. No sein Leinwanddebüt. Im Herbst kommt mit Die another Day der 20. (bzw. wenn man die Persiflage Casino Royale und das Connery-Comeback Sag niemals nie mitzählt, bereits der 22.) Bondfilm ins Kino. Ein Bündel von Jubiläen steht also 2002 an – was liegt also näher als eine Reihe von Bondfilmen im aka-Filmclub zu zeigen.

Die Filme basieren immer auf der gleichen Formel: Man nehme ein bis zwei gutaussehende Jung-schauspielerinnen in etwas zu knappen Bademoden; einen sinistren Superschurken, der in seinem hochtechnisierten Hauptquartier nichts geringeres als seine Weltherrschaft plant, und ausgefallene Gadgets wie z.B. Autos, die tauchen können, oder Zigaretten, die Miniraketen abfeuern. Garniert wird das Ganze mit Verfolgungsjagden zu Lande, zu Wasser und in der Luft, exotischen Schauplätzen und dem charmanten Gentleman James Bond mit seiner unterkühlten Ironie. Wie so oft bei Filmserien gilt das Gesetz der Steigerung: Jeder neue Bondfilm muß spektakulärer und teurer als der vorgehende sein. Auf den ersten Blick scheint man alle Bondfilme zu kennen, wenn man einen gesehen hat. Auf den zweiten Blick ist es aber gerade jene Gleichförmigkeit der Bondfilme, die diese besonders interessant macht.

Innerhalb der enggesteckten Grenzen der Bond-Formel sind Variationen möglich, die den einzelnen Film eng an seine Entstehungszeit koppeln. Das wird beispielsweise deutlich, wenn man sich die einzelnen Bedrohungsszenarien anschaut, denen Bond in den einzelnen Filmen ausgesetzt ist: In Liebesgrüße aus Moskau und Man lebt nur zweimal ist es der Kalte Krieg, der im Zentrum sitzt, während in Der Spion, der mich liebte Bond und die russische Agentin Triple X sich die Hand zur Entspannung reichen. In Der Morgen stirbt nie kommt die Bedrohung aus der Manipulationsmacht der Medien, in Lizenz zum Töten geht es um den internationalen Drogenhandel.

Es gibt tausend Gründe, sich alle Filme, die wir zeigen werden, anzuschauen. Der wichtigste: Die große Leinwand. Um wieviel dramatischer sind die tollen Skiszenen aus Der Spion, der mich liebte und Im Geheimdienst ihrer Majestät, die man ja von den ständigen Wiederholungen im Fernsehen fast auswendig kennt, auf der großen Leinwand! Vergleicht alle fünf bisherigen Bonds, achtet auf den Wandel der Bademoden in den letzten 40 Jahren und stellt verwundert fest, wie sich die Feindbilder verändern und die Tricktechnik immer ausgefeilter wird. Ob Ihr nun geschüttelt oder gerührt seid – Bond wird euch die harten Sitze des 2006 vergessen lassen. Und wer es nicht beim Kinobesuch belassen möchte, den werden wir am 11. Januar erfreut zu unserem Workshop „James Bond“ im Konferenzraum der Universitätsbibliothek begrüßen.

Text: Alexander Sancho Rauschel und Timothy Simms

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