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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Bill Murray - »I'm a nut, but not just a nut.«

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  22.10.2014  20:00 Uhr  En. OmU  Lost in Translation
 Mittwoch  29.10.2014  20:00 Uhr  En. OmU  Broken Flowers
 Mittwoch  05.11.2014  20:00 Uhr  En. OmU  Die Tiefseetaucher
 Mittwoch  12.11.2014  20:00 Uhr  En. OmU  Am Ende des Weges
Hunderte Male musste Sofia Coppola bei ihm anrufen und auf seinen Anrufbeantworter sprechen, um ihn zu einer Rolle in Lost in Translation zu überreden - der einzige Weg, ihn zu erreichen, nachdem er seine Agentur durch diesen ersetzt hatte. Bill Murray genießt mittlerweile Kultstatus, nicht nur
durch Geschichten wie diese. Der Meister der Tragikomödie kann auf eine bewegte, über vier Jahrzehnte andauernde Karriere als Schauspieler und Komiker zurückblicken. Einzigartig sind sein Mimenspiel, der melancholische Blick und sein Minimalismus in der Charakterdarstellung.

Geboren wurde er als William James Murray 1950 in Wilmette, Illinois als fünftes von neun Kindern. In seiner Jugend arbeitete er als Golfcaddy, am College dealte er mit Marihuana und studierte später Medizin. Bekannt wurde er in den 70ern durchs Fernsehen in der legendären Comedy-Show "Saturday Night Life", der schauspielerische Durchbruch gelang ihm 1984 mit Ghostbusters, große Aufmerksamkeit bekam er auch 1993 für Und täglich grüßt das Murmeltier.

Der Erfolg von Lost in Translation, in dem er als alternder Schauspieler in der Midlife Crisis auftritt, leitete eine neue Phase in der Karriere Murrays ein. Häufiger spielte er nun ernstere, depressive und misanthropische Charakterrollen - wie in seiner Zusammenarbeit mit Jim Jarmusch in Broken Flowers. Wie in Broken Flowers bekommt es die von Murray gespielte Figur in Die Tiefseetaucher ebenfalls mit einem unverhofften Sohn zu tun und in Am Ende des Weges von 2009 darf er für den an seiner Seite spielenden und noch ziemlich lebendigen Robert Duvall eine große Beerdigungsfeier schmeißen.

Murray meldete sich schließlich übrigens bei Sofia Coppola und gab ihr eine vorläufige mündliche Zusage für den Film, keine vertragliche allerdings. Als er dann für die Dreharbeiten in Tokyo schließlich wirklich auftauchte, zum Glück für alle, fiel vielen dort ein Stein vom Herzen. Mal schauen, wo er in Zukunft noch so auftauchen wird - zuletzt in Wes Andersons phantastischen k.u.k.-Märchen The Grand Budapest Hotel - und uns mit seiner unverwechselbaren Art auf der Leinwand beglückt.

Text: Benjamin Peterle

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