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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

I Dream With My Eyes Open

Filme dieser Reihe:
 Donnerstag  06.11.2014  20:00 Uhr  Fr. OmU  Die fabelhafte Welt der Amélie
 Donnerstag  13.11.2014  20:00 Uhr  En. OmU  Mr. Nobody
 Donnerstag  20.11.2014  20:00 Uhr  Fr. OmU  Science of Sleep – Anleitung zum Träumen
 Donnerstag  27.11.2014  20:00 Uhr  DF  Kikujiros Sommer
"Sie ist verliebt."
- "Ich kenne sie doch gar nicht!"
"Natürlich kennst du sie."
- "Seit wann?"
"Schon immer.
Aus deinen Träumen."

Wir alle flüchten ein wenig vor der Realität, wenn wir ins Kino gehen. Ob Action, Komödie oder Drama – wir tauchen ein in eine andere Welt, und lassen die wirkliche vor der Tür
. Manche Menschen sind waschechte Träumer: Sie tauchen nicht nur im Kino ab, sondern in jeder freien Sekunde. Von solchen Träumern ist in dieser Reihe die Rede.

Da ist Amélie (Die fabelhafte Welt der Amélie), das Paradebeispiel, die Gartenzwerge auf Reisen schickt und aus einem verlorenen Fotoalbum eine Schnitzeljagd macht. Sie ist die wohl größte Träumerin der Kinogeschichte.

Nemo Nobody (Mr. Nobody) träumt, dass alles möglich ist, wir uns nicht entscheiden müssen. Er will nicht entweder bei seiner Mutter oder bei seinem Vater leben. Er will sich nicht für eine Frau entscheiden müssen. "Solange wir uns nicht entscheiden, ist alles möglich", stellt er fest.

Der Träumer Kikujiro (Kikujiros Sommer) verwandelt die Realität des kleinen Masao in ein Abenteuer, indem er erfindet, Ideen spinnt, fantasiert. Er weiß, dass Masaos Suche nach seiner Mutter nichts anderes ist als das Flüchten vor dem einsamen Alltag.

Wenn Stéphane (The Science of Sleep) nicht so viel träumen würde, dann müsste er sich eingestehen, dass er ein riesiger Angsthase ist, der die Veränderung, die er sich wünscht, nicht bewirken kann. Aber lieber brodelt er sich in seinem Traumlabor Hirngespinste zusammen und stellt sich vor, was wäre, wenn.

Alle Träumer der Filme entfliehen der Einsamkeit, indem sie sich eine Welt vorstellen, die ihnen besser gefällt. Sie ist bunter, verspielter, verrückter. Der Zuschauer wird auf eine Reise mitgenommen, die anders ist als bei „gewöhnlichen“ Filmen, weil sie in Fantasiewelten führt, die einfach glücklich machen. Die Geschichten von Amélie, Nemo, Stéphane und Kikujiro wollen uns nichts predigen, sie wollen uns nicht bilden oder erziehen. Sie decken keine Wahrheit auf oder kritisieren die Gesellschaft. Sie sind entstanden aus Freude an verrückten Ideen, schönen Bildern und einer Liebe für das Absurde. Sie sind ein Appell an alle, sich fallen zu lassen und sich an der Schönheit des Sinnlosen zu erfreuen.

Text: Lena Prisner

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