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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Der Erste Weltkrieg - Schlaglichter auf einen globalen Konflikt

Filme dieser Reihe:
 Donnerstag  08.01.2015  20:00 Uhr  En. OV  Vortrag von Prof. Dr. Jörn Leonhard & The Coward
 Donnerstag  15.01.2015  20:00 Uhr  Fr. OmU  Die große Illusion
 Donnerstag  29.01.2015  20:00 Uhr  En. OmU  Lawrence von Arabien
 Donnerstag  05.02.2015  20:00 Uhr  Russ. OmU  Das Ende von St. Petersburg
[Vom 8.01. bis 5.02.2015] In 2014 jährte sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal. Dementsprechend zahlreich sind die Veranstaltungen, Programme und Veröffentlichungen zu diesem Thema ausgefallen. Auch der aka-Filmclub hatte bereits im Sommersemester eine Reihe zum Ersten Weltkrieg im Programm. Ihr Fokus lag auf deutschen Filmen zum Krieg. Die aktuelle Reihe ist als Ergänzung gedacht. Sie erweitert den Blickwinkel und nimmt ausländische Produktionen in den Blick, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.

Der Erste Weltkrieg bildet eine entscheidende Zäsur in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Schon in der zeitgenössischen Erfahrung wurde der Krieg als einschneidendes Ereignis wahrgenommen und in
den unterschiedlichen Nationen hat sich diese Wahrnehmung in der jeweiligen Erinnerungskultur fortgesetzt. Kein Krieg zuvor hatte eine solche Ausdehnung erreicht. Nahezu alle Gesellschaften der Welt waren vom Krieg betroffen, waren auf die ein oder andere Art und Weise in den Krieg involviert. Diese Reihe versucht daher, neben der allgegenwärtigen Westfront auch andere Konflikträume des Krieges mit ins Blickfeld zu rücken.

Filme sind stets Deutungen und Auseinandersetzungen mit Themen, sie bilden keine historischen Fakten ab. Dies ist auch gar nicht ihre Aufgabe. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass sich mit Professor Dr. Jörn Leonhard einer der renommiertesten Experten zum Ersten Weltkrieg dazu bereit erklärt hat, diese Rolle zu übernehmen und die Reihe mit einem Vortrag zu eröffnen. Begleitend dazu zeigen wir den Kurzfilm The Coward, der sich mit kriegstraumatisierten irischen Soldaten beschäftigt. Die große Illusion widmet sich der Kriegsgefangenschaft an der Westfront, wo zwei Franzosen in deutschen Lagern sitzen und ihre Flucht planen, während sich einer mit einem deutschen Offizier anfreudet. Jean Renoir inszeniert Deutsche und Franzosen hier in erster Linie nicht als Feinde, sondern als Menschen. In Lawrence von Arabien erleben wir den Krieg auf der arabischen Halbinsel aus der Perspektive des britischen Offiziers T. E. Lawrence, der die Interessen der Kolonialmacht Großbritannien durchsetzen soll, sich aber zunehmend für die Araber engagiert. Den Abschluss bildet Das Ende von St. Petersburg, der den Weg eines jungen Russen zeigt, der sich durch den Schrecken des Krieges und die Unterdrückung in der Heimat vom einfachen Bauern zum Revolutionär entwickelt.

Text: Sebastian Petznick

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