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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Zeitgenössisches japanisches Kino

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  10.06.2015  20:00 Uhr  Jap. OmU  Nokan – Die Kunst des Ausklangs
 Mittwoch  17.06.2015  20:00 Uhr  Jap. OmU  Like Father, Like Son
 Mittwoch  24.06.2015  20:00 Uhr  Jap. OmU  Die Legende der Prinzessin Kaguya
 Mittwoch  01.07.2015  20:00 Uhr  Jap. OmU  Geständnisse
Wenn man über japanisches Kino spricht, denken die meisten sofort an die Animationsfilme des Studio Ghibli, genauer: sie denken an Hayao Miyazaki. Und wer möchte ihnen das auch verübeln, der Altmeister des japanischen Animationsfilms überstrahlt alle anderen Filme seines Landes, besonders im Westen.

Andere Filmemacher, gerade auch vom nicht animierten Fach, schaffen es oftmals nicht, über die Filmfestivals und Arthousekinos hinaus Bekanntheit zu erlangen. Diese Tatsache ist umso bedauerlicher, als dass das japanische Kino in den letzten zehn Jahren zahlreiche wunderbare Werke hervorgebracht hat. Als eine der ältesten und eine der größten Filmindustrien weltweit hat es zahlreiche Perlen zu bieten, die sich in ihrer Machart und der Herangehensweise an die Themen dennoch oftmals signifikant von westlichen Produktionen unterscheiden. Mit dieser Reihe wollen wir einen kleinen Überblick geben und zumindest einigen wenigen dieser Perlen im Rahmen unserer Möglichkeiten die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die sie verdient haben. Natürlich kann die Reihe nur ein Appetitanreger sein, aber wir hoffen, dass sie Lust auf mehr macht. Und keine Angst, es wird auch einen Ghiblifilm geben – nur ausnahmsweise nicht von Hayao Miyazaki...

Den Anfang macht Nokan – Die Kunst des Ausklangs: Regisseur Yōjirō Takita (Foto) erzählt die Geschichte eines arbeitslosen Cellisten, der ausgerechnet als Bestatter sein Glück findet. Eine poetische Geschichte über den Umgang mit dem Sterben, die Takita 2009 völlig verdient einen Oscar beschert hat.

Im zweiten Film Like Father, Like Son wird die Beziehung eines Vaters zu seinem sechs Jahre alten Sohn auf die Probe gestellt, als er erfährt, dass das Baby bei der Geburt vertauscht wurde.

Für Die Legende der Prinzessin Kaguya wechseln wir ins Animationsfach. Altmeister Isao Takahata (Die letzten Glühwürmchen) wählt für die alte Volkssage den Stil der traditionellen japanischen Tuschezeichnungen – ein ungewöhnlicher Anime, der den Animationsoscar 2015 hätte gewinnen MÜSSEN.

Der Abschlussfilm der Reihe, Geständnisse, ist dagegen ein spannend inszenierter Rachethriller, in dem eine Lehrerin die Schüler zur Rechenschaft ziehen will, die ihre Tochter ermordet haben.

楽しみね - Viel Spaß !

Text: Sebastian Petznick

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