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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Werner Herzog

Filme dieser Reihe:
 Montag  16.11.2015  20:00 Uhr  En. OmU  Begegnungen am Ende der Welt
 Montag  23.11.2015  20:00 Uhr  Dt. OV  Mein liebster Feind
 Montag  30.11.2015  20:00 Uhr  Dt. OV  Wo die grünen Ameisen träumen
 Freitag  11.12.2015  19:00 Uhr  Dt. OV  Fitzcarraldo
 Freitag  11.12.2015  22:00 Uhr  OV  Die Last der Träume
»If I abandon this project I would be a man without dreams and I don't want to live like that: I live my life or I end my life with this project.« - Während den Dreharbeiten zu Fitzcarraldo

Werner Herzog (geb. 1942) lebt und arbeitet für das Kino wie kein anderer – ob man ihn beachtet oder nicht. Der bayerische Regisseur hat bis heute mehr als 50 Dokumentar- und Spielfilme gedreht und hat nicht vor damit aufzuhören. In seiner Wahlheimat USA ist er weit anerkannter als hier zu Lande. Etliche seiner woanders gefeierten Filme sind in Deutschland nie ins Kino gekommen. Dabei würde das oftmals heroisch-absonderliche, dass in vielen seiner Filme zum Tragen kommt, auch der deutschen Kinolandschaft frischen Wind einhauchen. Seine Helden und Protagonisten haben immer was skurriles und eigenartiges an sich, wollen Grenzen sprengen und ins Übermenschliche vordringen. Dabei hat sich Herzog geschworen, nie im Studio zu drehen, sondern immer an Originalschauplätzen. Dies hatte manchmal extreme Bedingungen und physische Anstrengungen zur Folge. Aber für Herzog hieß es immer: Weiter drehen, egal, was passiert.

Schnell holte er sich wegen genau diesem Streben nach Perfektion und den ungewöhnlichen Methoden am Set den Ruf eines verrückten Genies ein. Wer sonst würde ein riesiges Dampfschiff über einen steilen Bergrrücken von peruanischen Ureinwohnern ziehen lassen, so wie in Fitzcarraldo ? Ein umstrittener, dann ignorierter Grenzgänger des Neuen Deutschen Films, der vor allem wegen seiner künstlerischen Zusammenarbeit mit Klaus Kinski Berühmtheit erlangte. Deren Beziehung geriet mehrmals in die Schlagzeilen und war geprägt von der exzentrischen Explosivität der beiden Künstler. Verarbeitet hat Herzog dies in seiner Dokumentation Mein liebster Feind.

Ein Träumer – so kann man Herzog wohl am Besten beschreiben. Wenn er auf eins nicht verzichten möchte, dann auf seine Träume. Ob diese ihn nun fast bis zur völligen physischen und psychischen Erschöpfung bringen (zu sehen in Die Last der Träume) oder ihn aber antreiben einen wundervoll philosophischen Träumer-Mythos zu schaffen wie in Wo die grünen Ameisen träumen ist zweitrangig. Wenns sein muss geht er dafür auch sprichwörtlich bis ans Ende der Welt (Begegnungen am Ende der Welt).

Nichtsdestotrotz ist Werner Herzog ein Charakter für sich, fragwürdig und brilliant zugleich, und jeder sei dazu aufgefordert sich selbst ein Bild von ihm zu machen. Jetzt habt ihr endlich auch im aka die Möglichkeit dazu.

Ebenfalls einen Film von Werner Herzog (mit Klaus Kinski) zeigt die aktuelle Filmreihe Kleiner Mensch in der großen Welt am Dienstag, 24. November:
AGUIRRE, DER ZORN GOTTES (Dt. OV, 35 mm)

Text: Tiana Lasica

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