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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Alejandro Jodorowsky

Filme dieser Reihe:
 Donnerstag  14.01.2016  20:00 Uhr  Span. OmU  Fando y Lis
 Donnerstag  21.01.2016  20:00 Uhr  Span. OmU  El Topo
 Donnerstag  28.01.2016  20:00 Uhr  Span. OmU  Montana Sacra - Der heilige Berg
Nehmt euch vor diesem Mann in Acht. Denn er wird euch nicht nur schockieren, provozieren und an der realen Welt zweifeln lassen, sondern er hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein seiner Zuschauer zu erweitern und neue Gedankengänge zu eröffnen. Seine Filme sind Kult, gelten als Trips und wurden teilweise selbst unter Drogeneinfluss gedreht. Dabei ist er nicht nur Regisseur sondern gleichzeitig auch Schriftsteller, Comicbuchautor, Dramatiker, Bühnenregisseur, Komponist, Schauspieler, Pantomime und Kartenleser.

Aufgewachsen in Chile als Kind einer Vergewaltigung, verschmäht von seiner Mutter und voller Hass auf seine Familie, zog es Jodorowsky bereits sehr früh von zu Hause weg. Über Mexiko gelangte er zunächst nach Paris, wo er als Pantomime begann. Schnell war er fasziniert von dem französischen Surrealismus, doch dieser war ihm nicht radikal genug und er gründete mit einigen Anhängern eine eigene Bewegung.

Jodorowsky ist seiner Zeit immer voraus gewesen. In Mexiko bei der Premiere seines ersten Filmes Fando y Liz wäre er beinahe von wütenden, steinewerfenden Zuschauern ermordet worden. Beinahe hätte er keinen Produzenten für sein zweites Werk El Topo gefunden, welches durch einen kuriosen Zufall zu einem der größten Kultfilme der Siebziger wurde und Jodorowsky eine innige Freundschaft mit John Lennon einbrachte. Mit seinem dritten Film Montana Sacra - Der heilige Berg kam er dann endgültig in der surrealistischen Szene an.

Doch damit war seine Erfolgsgeschichte beinahe zu Ende. Sein größtes und wichtigstes Werk, eine Verfilmung des Science-Fiction-Klassikers Dune, konnte nie fertiggestellt werden, da es allen zu bizarr war. Dennoch beeinflusste er damit quasi alle wichtigten Science-Fiction-Filme, die seitdem gedreht wurden. Lange war es still um ihn, doch erst kürzlich kam ein neuer Film von ihm in die Kinos (The Dance of Reality).

Der aka zeigt euch seine drei ersten Filme. Seid gewarnt, sie werden euch bestürzen, verwirren, aber vielleicht auch mit dem ein oder anderen Staunen zurücklassen.

Text: Maarten Wissink

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