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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Being Charlie Kaufman

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  20.04.2016  20:00 Uhr  En. OmU  Anomalisa
 Mittwoch  27.04.2016  20:00 Uhr  En. OmU  Synecdoche, New York
 Mittwoch  04.05.2016  20:00 Uhr  En. OmU  Vergiss mein nicht !
 Mittwoch  11.05.2016  20:00 Uhr  DF  Being John Malkovich
Brauchen wir überhaupt noch Drehbuchautoren? In Zeiten in denen immer mehr Filme Scene-by-Scene gedreht werden oder teilweise einfach von den Regisseuren selbst geschrieben werden. In einer Zeit, in der mehr die Effekte und Musik im Vordergrund stehen und gute Dialoge nicht mehr so wichtig erscheinen. Braucht es da überhaupt noch ein gutes Drehbuch? Der aka widmet dieser scheinbar aussterbenden Kunstform diese Reihe, indem er sich mit einem der exzentrischsten Vertreter dieser Zunft beschäftigt: Charlie Kaufman.

Um erst mal mit einem Gerücht aufzuräumen: Charlie Kaufman existiert wirklich. Das Gerücht entstammt der Zeit, als sein erster geschriebener Film Being John Malkovich herauskam. Er lässt sich nicht gerne photographieren und, da alle sehr beeindruckt von diesem Drehbuch waren (er wurde sogar für den Oscar nominiert) dachten alle, dass es sich um ein Pseudonym handelt. Sobald jemand von den üblichen gesellschaftlichen Konventionen abweicht, wird man schnell als nicht existierend abgestempelt. Außerdem gilt man sofort als unfreundlich, wenn man sich nicht wie ein Kind über eine Oscarnominierung freut. In fast jedem Interview wird er übrigens gefragt, wieso er keine Interviews gibt, obwohl er dauernd Interviews gibt. Was ihn mittlerweile ziemlich nervt.

Die Jahre nach Being John Malkovich waren sehr erfolgreich für ihn. Es gab eine zweite Oscarnominierung für Adaption, einen Film in dem er sich selbst spielt. Doch sein größter Triumph war der Gewinn des Oscars für sein Drehbuch zu Eternal Sunshine of the Spotless Mind. Doch dann wurde es abrupt still um ihn. Sein Regiedebüt Synecdoche, New York floppte gewaltig und die Studios fanden eine Zusammenarbeit mit ihm von nun an zu riskant. Diese Zeit frustrierte ihn sehr, er fragte sich oft, wieso andere Werke verfilmt wurden, während sein Stapel unverfilmter Drehbücher immer größer wurde. Schließlich ist es Kickstarter zu verdanken, dass er seinen zweiten Film Anomalisa in die Kinos bringen konnte. Und wer weiß, nachdem dieser sehr viele positive Kritiken bekommen hat, trauen sich die Studios wieder Charlie Kaufman-Filme zu machen.

Text: Maarten Wissink

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