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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Aktueller Spanischer Film

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  09.07.2003  19:30 Uhr  OmU  Lucia und der Sex
 Mittwoch  16.07.2003  19:45 Uhr    Open your Eyes
 Mittwoch  23.07.2003  19:45 Uhr  OmU  Sprich mit ihr
Spanien ist gewiss eines der interessantesten Filmländer der letzten Jahre. Zu den besten Regisseuren des zeitgenössischen spanischen Kinos zählen Pedro Almodóvar, Alejandro Amenábar und Julio Modem. Diesen gelang durch Erfolge auf internationalen Festivals der Durchbruch in die Kinos über die Grenzen Spaniens hinaus.
Pedro Almodóvar (*1949, Calzada de Calatrava) ist mit über zehn abendfüllenden Spielfilmen (Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs, Live Flash, Alles über meine Mutter, Sprich mit ihr, u.a.) der etablierteste von ihnen, obgleich er nie Film, sondern „nur“ das Leben studierte. Als kinosüchtiger Jugendlicher träumte er vom Filmemachen. Doch unter Franco waren die offiziellen Filmschulen geschlossen, und so schlug er sich mit Gelegenheitsjobs durch und arbeitete schließlich 12 Jahre als Verwaltungsangestellter. In diesen Zeiten sammelte er durch genaue Gesellschaftsstudien genug Material, um in seiner Freizeit Romane und Drehbücher zu schreiben. 1980, pünktlich zu Beginn der spanischen Demokratie, hatte sein Debütfilm Premiere. Seitdem arbeitet Almodóvar als Regisseur und Drehbuchschreiber. Seine Filme nehmen meist Bezug auf spanische Kulturklischees und porträtieren vom Schicksal getroffene Figuren. Inzwischen ist er einer der bedeutendsten Autorenfilmer des zeitgenössischen Kinos.
Alejandro Amenábar (*1972, Santiago, Chile) begann 1994 in Madrid Journalistik zu studieren. Bereits seit 1991 drehte er Kurzfilme, jobbte als Kameramann, Cutter und Filmkomponist bei verschiedenen Video-Produktionen. Mit gerade mal 23 Jahren machte er 1995 durch seinen erschreckenden Debütfilm Tesis über das Snuff-Filmmilieu Schlagzeilen. Seitdem werden seine ungewöhnlichen Filme (Abre los ojos (1997), The Others/ Los Otros (2001)) mit Spannung erwartet. Als Anhänger sowohl des klassischen Genrefilms als auch des Autorenfilms liebt er es durch Hitchcock inspiriert mit den Erwartungen des Zuschauers zu spielen.
Julio Medem (*1958, San Sebastian) arbeitete nach dem Abschluss seines Medizinstudiums (1985) als Filmkritiker und drehte 1991 seinen ersten Spielfilm Vacas, zu dem er wie zu all seinen Filmen (Das rote Eichhörnchen (1993), Tierra (1995), Die Liebenden des Polarkreises (1998), Lucia und der Sex (2001)) auch das Drehbuch schrieb. Seine Filme sind Bewusstseinsstudien, die sich mit der Erforschung der menschlichen Psyche befassen. Sie spüren geheimen Wünschen und Sehnsüchten ihrer Protagonisten nach und legen verborgene Ängste frei. Unkonventionell und verwunschen verwirren Medems Filme durch surreale Geschichten und erinnern ein wenig an die Filme von David Lynch.

Text: Marianne Mueller

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