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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

David Wark Griffith

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  14.06.2017  20:00 Uhr  stumm  Die Geburt einer Nation
 Mittwoch  21.06.2017  20:00 Uhr  stumm  Intoleranz - Die Tragödie der Menschheit
 Mittwoch  28.06.2017  20:00 Uhr  stumm  Ist das Leben nicht wunderbar?
 Mittwoch  05.07.2017  20:00 Uhr  stumm  Gebrochene Blüten

Der Mann, der das Kino „erfunden“ hat

Vielen Kinozuschauern wird der Name David Wark Griffith vermutlich eher nichts sagen. Dabei war Griffith der wichtigste Wegbereiter des modernen Kinos. Viele seiner Filme gelten heute unter Kritikern als frühe Meisterwerke, und das Kino wäre heute ohne ihn nicht das, was es ist.

Als Griffith 1875 im ländlichen Kentucky in den USA geboren wurde, sollte es noch 20 Jahre bis zur Erfindung des Kinoprojektors durch die Brüder Lumière in Frankreich dauern. Da sein Vater starb, als er erst 10 Jahre alt war, war David Wark früh gezwungen, zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen und versuchte sich unter anderem als Theaterautor. Da er aber nur mäßigen Erfolg hatte, entschied er sich, die Schauspielkarriere einzuschlagen. Auch dies war zunächst nur wenig von Erfolg gekrönt, bis ihm der „Vater des Erzählkinos“, Edwin S. Porter, 1907 seine erste Filmrolle gab und sorgte somit für die nötigen Kontakte zur Filmbranche. Hier erhielt Griffith 1908 aufgrund der Erkrankung eines anderen Regisseurs die Chance für das Biograph-Filmstudio auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen. Da die Produzenten mit dem Ergebnis äußerst zufrieden waren, durfte Griffith auch in weiteren Filmen Regie führen.

Auf seinen Reisen durch das ländliche Kalifornien entdeckte er 1910 Hollywood und drehte dort wegen der schönen Landschaft den Film In Old California, welcher vermutlich der erste Film ist, der in Hollywood gedreht wurde. Schnell machte sich der junge Regisseur mit seinen filmischen Innovationen einen Namen bevor er 1915 mit The Birth of a Nation den bis dahin teuersten Film der Filmgeschichte drehte.

Viele seine Filme waren äußerst erfolgreich an den Kinokassen, aufgrund ihrer hohen Produktionskosten aber dennoch oft wirtschaftliche Misserfolge. Bis 1931 drehte Griffith rund 500 Filme. Er ist Mitbegründer der „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“, der Organisation. Welche seit 1929 die Academy Awards, auch bekannt unter dem Namen „Oscars“ vergibt. Zudem gründete er 1919 zusammen mit Mary Pickford, Douglas Fairbanks und Charlie Chaplin die Filmgesellschaft „United Artists“ mit dem Ziel, Filmschaffenden mehr kreative Freiheit und Unabhängigkeit zu verschaffen.

Griffith zählt zu den innovativsten Regisseuren seiner Zeit, der früh mit den dramaturgischen Möglichkeiten des Films wie Einstellungswechsel, Parallelmontage, Kamerafahrten oder Perspektivwechsel spielte und die Filmsprache maßgeblich weiterentwickelte. Die von ihm perfektionierten Stilmittel wurden zwar durchaus schon vorher angewendet, Griffith verwendete sie aber häufig in einem bis dato ungewohnten Kontext. Dadurch, dass er zudem versuchte, literarische Erzähltechniken auf den Film zu übertragen, war er für viele Neuerungen auf diesem Gebiet.

Um das filmische Schaffen Griffith' wieder ins Gedächtnis des Kinopublikums zurückzurufen und einem der größten Filmschaffenden aller Zeiten ein kleines Denkmal zu setzen, zeigt der aka Filmclub eine Auswahl von 4 Filmen, darunter das hoch umstrittene Meisterwerk The Birth of a Nation, welches die Filmreihe eröffnen wird.

Text: Angelique Presse

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