aka-Filmclub.de

Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Robby Müller

Filme dieser Reihe:
 Dienstag  04.07.2017  20:00 Uhr  Dt. OV  Alice in den Städten
 Dienstag  11.07.2017  20:00 Uhr  En. OmU  Paris, Texas
 Dienstag  18.07.2017  20:00 Uhr  En. OmU  Down by Law
 Dienstag  25.07.2017  20:00 Uhr  En. OmU  Breaking the Waves

Master of Light

Wer ist Robby Müller? Wieso widmet der aka einem Kameramann eine ganze Reihe? Bei ihm muss es sich wohl um jemand ganz besonderes handeln. Und Ja, Robby Müller gehört mit zu den besten Kameramenschen, der Kinogeschichte.

Während Leute immer nur auf die Regisseure und Schauspieler achten, geht der Blick oft über den Tellerand verloren, denn es gibt noch andere sehr wichtige Kunstformen im Film. Nach dem der bereits mit Charlie Kaufmann, das Screenwriting als Schwerpunkt genommen hat, und etwas älter mit Ray Harryhausen, die Kunst des Specialeffects zum Thema hatte, ist es nun an der Zeit auch der Kamera eine Reihe zu widmen.

Robby Müllers Leben ist eng verknüpft mit seinem Kamerastil. Aufgewachsen auf den Niederländischen
Antillen, ist er erst mit 13 auf das niederländische Festland gezogen. Er hat sich nie wirklich heimisch gefühlt und hatte als "Aussenstehender" immer nur den Blick für das Wesentliche, ungetrübt von irgendwelchen Zugehörigkeitsgefühlen. Genau diese Einstellung hat er auch für die Filme übernommen. Er braucht keinen technischen Schnickschnack, er braucht keine tolle Linsen, Zoomkameras befriedigen für ihn nur die Faulheit anderer Menschen und selbst Farben hält er eher für ablenkend und setzt diese nur gezielt ein. Wenn ein Regisseur eine bestimmte Aufnahme haben möchte, dann bekommt er sie auch und er versucht den Regisseur nicht dazu überzeugen, den Shot für Robby Müller einfacher zu planen. Er lässt den ihn in Ruhe und ist froh, wenn er bei seiner Arbeit in Ruhe gelassen wird. Deswegen hat sich Robby Müller eher Independent-Regisseure wie Wim Wenders, Jim Jarmusch und Lars von Trier ausgesucht.

Robby Müller ist wie bereits erwähnt ein Fan von Schwarz-Weiß-Filmen und genau in diesen Filmen kommt seine Lichtkunst ganz zur Geltung. Seine Licht und Schatteneffekte sind extrem Kontrastreich und haben eine magische Wirkung. Wenn er dann doch in Farbe dreht, so wird jede Farbe gezielt eingesetzt und teilweise auch überbetont. Insgesamt wirkt sein Stil sehr natürlich.

Wir zeigen euch mit Alice in den Städten und Paris, Texas zwei Filme aus seiner extrem langen Zusammenarbeit mit Wim Wenders. Außerdem Jim Jarmusch Down by Law und als Abschluss der Reihe Breaking the Waves von Lars von Trier. Immer abwechselnd ein Schwarz-Weiß und ein Farbfilm.

Text: Maarten Wissink

News
Aktuelles Programm
Filmreihen
Specials
Programmübersicht
Archiv
HighNoon Film-e-Zine
Über uns...
Links
Kontakt

HighNoon