aka-Filmclub.de

Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

„Ich bin eindeutig eine Frau und es gefällt mir“

Filme dieser Reihe:
 Montag  12.11.2001  20:15 Uhr    Die Diva Monroe: Ein schillerndes Geschö
 Mittwoch  28.11.2001  19:45 Uhr  OF  Das verflixte 7. Jahr
 Mittwoch  05.12.2001  20:00 Uhr  OF  Niagara
 Mittwoch  12.12.2001  20:00 Uhr  OF, Scope  Fluß ohne Wiederkehr
Vor 75 Jahren wurde das größte Idol der Filmgeschichte und die vermutlich am häufigsten abgebildete Frau des 20. Jahrhunderts unter dem Namen Norma Jean Mortenson geboren: Marilyn Monroe. Ihre Karriere erstreckte sich über 16 Jahre. Während der ersten sieben Jahre, von 1948-1954, trat sie in 24 Produktionen auf (darunter The Asphalt Jungle, Monkey Business, Niagara, Gentlemen prefer blondes, River of No Return, The Seven Year Itch).
Von 1955-1962 war sie nur noch in fünf Filmen zu sehen: Bus Stop, The Prince and the Showgirl, Some like it hot, Let´s make love und The Misfits - Nicht gesellschaftsfähig. Jahrelang wurde dieser Rückgang beruflicher Aktivität einer allgemeinen Arbeitsunlust, ihrer Alkohol- und Tablettensucht und psychischen Problemen zugeschrieben. Billy Wilder war bei den Dreharbeiten von Manche mögens heiß einem Nervenzusammenbruch nahe, und der sonst so friedfertige Jack Lemmon konnte seine Wutanfälle nicht mehr zurückhalten. Auf die Frage, ob er noch einen Film mit ihr machen wolle, antwortete Wilder halb ernst / halb scherzhaft: „Ich habe mit meinem Hausarzt und Psychiater gesprochen, und beide meinten, ich sei zu alt und zu reich, um das noch einmal durchzumachen.“ Trotzdem meinte Wilder: „Sie war Platin wert... Was wir am Schneidetisch sahen, war sagenhaft... Sie wirkt völlig echt, echter als rein fotografisch möglich... Sie hatte einen natürlichen Instinkt, wenn es darum ging, eine komische Textzeile zu bringen und ihr etwas Besonderes zu geben. Sie war niemals vulgär in einer Rolle, die durchaus vulgär hätte verstanden werden können, und man freute sich, wenn man sie auf der Leinwand sah. Kurz gesagt, sie hatte eine Qualität wie niemand sonst außer der Garbo. Wirklich niemand.“
Als 1961 ihre dritte Ehe (mit dem Schriftsteller Arthur Miller) zerbrach und das Publikum ihre letzten beiden Filme nicht so begeistert aufnahm, stürzte sie in eine schwere Krise, aus der sie nur ihr Ex-Mann Joe DiMaggio (eine erneute Heirat war geplant) und Freunde wie Frank Sinatra und Dean Martin ziehen konnten. Marilyn fing sich wieder und begann mit den Dreharbeiten zu Something´s got to give, die allerdings durch ihren plötzlichen Tod (mit 36) beendet wurden. Bis heute konnte die Todesursache nicht ganz geklärt werden und entfachte die wildesten Spekulationen. Marilyn wurde endgültig zu einer Legende und Unsterblichen des Kinos.
Gemeinsam mit dem Carl-Schurz-Haus und der PH haben wir die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Elisabeth Bronfen zu einem Vortrag über Marilyn Monroe eingeladen. Den aka-Zuschauern ist sie bekannt durch einen Vortrag zu Fight Club, den sie im Sommersemester 2000 hielt.

Text: Timothy Simms

News
Aktuelles Programm
Filmreihen
Specials
Programmübersicht
Archiv
HighNoon Film-e-Zine
Über uns...
Links
Kontakt

HighNoon