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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

„One Dose of Reality“

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  16.01.2002  19:45 Uhr  OmU  Smoke
 Mittwoch  23.01.2002  20:00 Uhr  OmU  Blue in the Face
 Mittwoch  30.01.2002  19:45 Uhr    Lulu on the Bridge
Angefangen hat alles mit einer Weihnachtsgeschichte... Im Feuilleton der New York Times las Wayne Wang (Töchter des Himmels) im Dezemer 1990 „Auggie Wrens Weihnachtsgeschichte“ und wußte, daß er einen Filmstoff vor sich hatte. Er setzte sich mit dem Autor in Verbindung. Der Romanautor Paul Auster hätte diese Geschichte fast nicht geschrieben, hatte er doch keine Erfahrung mit Kurzgeschichten. Aber der Überredungskunst des zuständigen Redakteurs konnte er einfach nicht widerstehen. Auch Auster und Wang wurden sich einig, Auster kannte und mochte Wangs Film Dim Sum. Die Geschichte wurde zum Drehbuch erweitert. Aus der Kurzgeschichte wurde ein faszinierender Film über ein paar Leute aus Brooklyn, und daraus entstand dann ein Film über Brooklyn selbst.
Aus seiner ersten Kurzgeschichte machte Paul Auster sein erstes Drehbuch: Die Geschichte von Auggie Wren, dem Pächter der Brooklyn Cigar Company, der jeden Morgen um sieben Uhr an der gleichen Ecke fotografiert, von Paul Benjamin, der seine Frau verloren hat und von Rashid, der seinen Vater kennenlernen möchte.
Die Dreharbeiten haben Spaß gemacht, und die Schauspieler haben sich so in ihre Rollen eingefühlt, daß bald die Idee aufkam: „Machen wir doch weiter!“ Als Smoke abgedreht war, wurde dieses Projekt verwirklicht, Wayne Wang und Paul Auster entwarfen kurze Szenarien, die von den Schauspielern improvisiert werden sollten, und da sich immer mehr Berühmtheiten für Rollen interessierten, waren die Leute aus Smoke bald in der Minderheit. Was nicht heißen soll, daß für die bekannten Charaktere kein Platz mehr war - im Gegenteil, hier konnten sie sich voll ausspielen.
Hatte sich Paul Auster in den Interviews, die er nach Fertigstellung der Dreharbeiten von Blue in the Face gab, eher abgeneigt gezeigt, weitere Filmprojekte („Not real food the way books are“) zu entwickeln, so scheint er mittlerweile doch gefallen am Medium Film gefunden zu haben. Bei Lulu on the Bridge hat Auster schließlich auch selbst Regie geführt, nachdem Wim Wenders wegen zu starker Ähnlichkeit mit anderen Projekten, die er gerade verfolgte, abwinkte.
Wir bemühen uns, zusammen mit dem Carl-Schurz-Haus einen Vortrag zu Paul Auster im Januar zu organisieren. Achtet also auf aktuelle Plakate und Veranstaltungshinweise.

Text: Timothy Simms

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