aka-Filmclub.de

Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Der schøne schræge Norden

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  13.04.2005  20:00 Uhr  OmU  Noi Albinoi
 Dienstag  19.04.2005  20:00 Uhr    Der Mann ohne Vergangenheit
 Dienstag  26.04.2005  20:00 Uhr  OmU  Songs from the Second Floor
 Dienstag  03.05.2005  20:00 Uhr  OmU  Kitchen Stories
Die einen sehen in Skandinavien gerne eine utopische Harmonie aus atemberaubender Natur, herzlichen Menschen und vorbildlichem Sozialsystem. Die anderen sind von den dunklen Seiten der Kultur fasziniert, von Runen, Death Metal und hohen Selbstmordraten. Doch irgendwo zwischen diesen Ebenen der singenden Kinder und der raubmordenden Wikinger findet sich eine weniger bekannte, vielleicht viel interessantere Welt. Diese ist bevölkert von wortkargen, schrulligen Menschen am Rande der Gesellschaft; und ihre melancholischen, absurden Geschichten bleiben einem lange in Erinnerung. Der aka-Filmclub freut sich, den „Northern“ Film vorstellen zu dürfen, der skurrile, eigenbrötlerische Charaktere porträtiert, die unter harten Naturgegebenheiten, Einsamkeit und Perspektivlosigkeit leiden. Da bleiben nur der Alkohol, die Zweisamkeit, oder der Wahnsinn als Auswege.
Auf Island lernen wir mit Noi Albinoi einen 17-jährigen Albino kennen, einen Außenseiter, der gegen seine Umwelt rebelliert und der Kälte, Kargheit und Abgeschiedenheit des Landes entfliehen will. Kultregisseur Aki Kaurismäkis Der Mann ohne Vergangenheit ist ein Verstoßener, der sein Gedächtnis und seine Identität verliert, aber in der Gemeinschaft mit anderen Außenseitern ein neues Zuhause, wahre Freunde und auch Würde findet. Dieses Porträt von einem Finnland jenseits der Heile-Welt-Klischees und glänzenden PISA-Ergebnisse zelebriert die Benachteiligten der Gesellschaft. Kitchen Stories wiederum spielt im Norwegen der 50er Jahre, bevor der Ölboom dem Land den heutigen Wohlstand und Lebensstandard beschert hatte. In dieser köstlichen Komödie lernen zwei eigenwillige Männer, ihre Kommunikationsschwierigkeiten zu überwinden. Mit dem sehr unkonventionellen Spielfilm Songs from the Second Floor meldet sich schließlich der Schwede Roy Andersson nach 20-jährigem Schaffen als Werbefilmer zurück. Er beschreibt mittels einer ausgeprägt visuellen statt narrativen Erzählform eine Reihe merkwürdiger und beklemmender Einzelschicksale. Das Skurrile, Absurde und Verrückte der skandinavischen Seele entfaltet sich hier in voller Bildgewalt.

Text: Marion Schnelle

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