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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

60 Jahre Vereinte Nationen

Filme dieser Reihe:
 Donnerstag  17.11.2005  19:30 Uhr    Die Dolmetscherin
 Donnerstag  15.12.2005  19:45 Uhr    No Man's Land
 Donnerstag  02.02.2006  19:30 Uhr    Hotel Ruanda
"Das Jahr 2005 muss das Jahr des Wandels in den Vereinten Nationen werden" hat Generalsekretär Kofi Annan den 191 Mitgliedsstaaten aufgegeben. 60 Jahre nach ihrer Gründung stehen die Vereinten Nationen vor tief greifenden Veränderungen. In der Öffentlichkeit wird vor allem die Reform des Sicherheitsrates diskutiert, aber angesichts des internationalen Terrorismus geht es auch darum, eine neue Vision kollektiver Sicherheit für das 21. Jahrhundert zu entwerfen. Neu überdacht werden müssen außerdem Themen wie humanitäre Interventionen, Armutsbekämpfung und Friedenssicherung. Anlass dazu geben dunkle Kapitel in der Geschichte der Vereinten Nationen wie das Scheitern angesichts des Völkermords in Ruanda 1994 und das Versagen der Blauhelme in Bosnien-Herzegowina, die das Massaker in Srebrenica 1995 nicht verhindern konnten. Auch bleibt die Rolle der UNO im Irakkrieg umstritten - vermochte sie es doch nicht, die USA an einem Alleingang zu hindern.
Neben der Kritik dürfen jedoch nicht die Verdienste der UN vergessen werden, der immerhin einzige internationale Zusammenschluss fast aller Staaten der Welt, der es sich zur Aufgabe gemacht hat für die Sicherung des Weltfriedens und die Einhaltung der Menschen- und Völkerrechte einzutreten.
Anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung der Vereinten Nationen veranstalten die Fachschaften Politik und Geschichte, sowie die ForUN-Hochschulgruppe mit Unterstützung des Carl-Schurz Hauses und des Colloquium Politicums eine Film- und Vortragsreihe, die verschiedene Aspekte der UN beleuchten möchte und dabei einen Bogen von der Gründung bis zur aktuellen Reformdebatte spannt.
Den Auftakt der Filmreihe bildet Die Dolmetscherin, ein Thriller, der sich innerhalb der Institution der UNO abspielt und als erster Spielfilm Zugang zum Hauptsitz der Vereinten Nationen bekam. Hotel Ruanda und No Man's Land setzen sich kritisch mit den Friedenseinsätzen der UN auseinander. In Hotel Ruanda wird deren Ohnmacht angesichts des Völkermordes, also in einer realen Situation geschildert, während in No Man's Land eine fiktive Begebenheit innerhalb des Krieges in Bosnien-Herzegowina die Hilflosigkeit der Blauhelmtruppen zum Ausdruck bringt.
Über die UN-Mission in Ruanda werden wir vor dem Film eine kleine Einführung veranstalten.
Wir möchten auch auf unsere Vortragsreihe "A more secure world? 60 Jahre Vereinte Nationen im Lichte globaler Herausforderungen" aufmerksam machen, in der national wie international ausgewiesene Experten referieren werden. Die Termine und weitere Informationen befinden sich im Heft des "Studium generale", auf der Homepage der Fachschaft Politik oder der Hochschulgruppe ForUN.

Text: Christine Lang, Dorothee Lürbke, Julian Pfäfflin, Lisa Quaas

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