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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Neuer Japanischer Film

Filme dieser Reihe:
 Donnerstag  19.01.2006  19:30 Uhr  OmU  Dolls
 Mittwoch  25.01.2006  19:30 Uhr  OmU  Samurai Fiction
 Donnerstag  26.01.2006  20:00 Uhr  OmU  Blessing Bell
 Mittwoch  01.02.2006  19:30 Uhr  OmU  After Life
Kimonos, Samurai, Kirschblüten, heiße Quellen aber auch High Tech, Atombombe, bunte Popkultur und Manga sind Dinge die einem bei Japan einfallen.
Aber Japan ist auch ein Land das wunderschöne Filme hervorbringt. Die Filme füllen unsere Videotheken und sind aus unseren Kinos nicht wegzudenken
. Aufwändige Zeichentrickproduktionen wie Chihiros Reise ins Zauberland werden mit Oscars ausgezeichnet und ziehen auch in Deutschland Groß und Klein ins Kino. Bekannte Werke wie die Godzilla Filme oder blutige Samurai- oder Yakuza-Geschnetzel sollen in dieser Reihe aber nicht im Vordergrund stehen. Wir wollen einen anderen japanischen Film zeigen, kreative Werke von Teils auch international sehr bekannten Filmemachern. Diese Filme sind beseelt von ihrer ganz speziellen Ästhetik und rühren den Zuschauer mit ihren einzigartigen Bildern und Humor an. Verblüffender Weise sind diese Filme Einzelwerke von Regisseuren, die sich durch ein völlig anderes Kino einen Namen in Japan und der Welt gemacht haben. Takeshi Kitano z.B. gelangte durch seine sehr brutalen Filme, wie Sonatine oder Hana-Bi zu seinem etwas umstrittenen Ruhm. Doch ist sein Werk sehr vielfältig und immer wieder überraschend (s. Kikujiros Sommer oder Zatoichi). Außerdem machte er sich in Europa einen Namen mit der, von ihm produzierten TV-Sendung Takeshis Castle. Auch Filmemacher und Schauspieler SABU, dessen Blessing Bell wir euch zeigen ,beschehrt uns sonst eher sehr düstere und gewaltätige Filme. Hinter dem Pseudonym SABU verbirgt sich der am 18.11.1964 in Wakayama City geborene Japaner Hiroyuki Tanaka: Er spielte in einem Film einmal einen Yakuza der ebenso hieß, und hat den Namen seitdem behalten. Seine Filme haben sich vom ursprünglichen Genre der schwarzen Komödie immer mehr entfernt, hin zu paranoiden Horrortrips; und trotzdem lässt er immer wieder einen Funken Humor durchschimmern. Blessing Bell hingegen besticht durch seine poetischen Bilder und seinen einzigartigen Humor, unter dem Verzicht jeglicher Gewaltdarstellung. Und auch der Dokumentarfilmer Hirokazu Koreedas zeigt uns mit After Live, dass er auch anders kann. Der Film erinnert mit seiner nüchternen Art oft an eine Doku und Koreeda schneidet sogar dokumentarische Szene mit hinein, ohne dass es den Zuschauern bewusst wird, jedoch wird aus dieser Kombination von Stilmitteln eine sensible, mögliche Antwort auf die Frage nach der Vergänglichkeit und der Absurdität des Lebens.

Text: Peter Brüstle, Christoph Becker

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