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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Queer Cinema

Filme dieser Reihe:
 Donnerstag  27.11.2003  20:00 Uhr  DF  Geschichten vom Kübelkind
Das Zentrum für Anthropologie und Genderstudies der Universität veranstaltet im kommenden Jahr eine Veranstaltungsreihe, die sich unter dem Titel „Queering Gender – Queering Society“ mit Queer Studies beschäftigen wird, und die neben Vorträgen, Workshops auch Lesungen, Theatervorstellungen und weitere Kulturveranstaltungen beinhalten wird.

Queer Studies sind ein Ansatz, der Kategorien, zB die Kategorie Geschlecht kritisch hinterfragt und die Fragwürdigkeit dieser Kategorien in der eigenen Lebenspraxis und politischer Praxis thematisiert. Was aber nun kann ein „Queer Cinema“ sein? Der Film als komplexe Kunst hat verschiedene Ebenen, auf denen er „queer“ sein kann: Zum einen kann er als Spielfilm Geschichten über (fiktive) queere Figuren erzählen, ein Beispiel wäre die Geschichte einer Transsexuellen in Boys don‘t Cry. Zum anderen kann er – als Dokumentarfilm – queere Lebensformen dokumentieren. Im November/Dezember wird die Fachschaft Gender zwei Filme zeigen: Alles wird gut, ein Film über afrodeutsche Lesben, und die Doku get up & be vocal über die riot grrrl-Bewegung in Seattle.

Der Film kann aber auch versuchen, nicht nur die erzählten Inhalte zu ändern, sondern „queer“ gewissermassen auf sich selbst zu beziehen und die herkömmlichen Konventionen des amerikanischen Erzählkinos hinter sich zu lassen. So beziehen sich die Geschichten vom Kübelkind auf die Frühzeit des Kinos, seine Jahrmarktherkunft und brechen die große Geschichte in viele kleine Kurzfilme auf, dfie sich radikal untereinander unterscheiden. Im Avantgardefilm finden sich sogar Experimente mit der Materialität des Films (wahrscheinlich wird es hierzu noch einen Filmabend im Kommunalen Kino geben – achtet bitte auf Ankündigungen). Wie den Queer Studies so geht es dem hier skizzierten Queer Cinema um die Befreiung von Konventionen: Das Leben (und der Film) werden vielfältiger und bunter.

Die Veranstaltungsreihe beginnt am Mittwoch, den 15. Oktober mit einem Vortrag von Prof. Dr. Nina Degele (Freiburg) zu „Heteronormativität entselbstverständlichen: Zum kritischen Potenzial von Queer Studies“ (Hörsaal 3042, KG III).Zur Queer-Veranstaltungsreihe veranstaltet die Fachschaft Gender Studies der Uni Freiburg Lese-/ Arbeitskreise an. Nähere Informationen ab Semesterbeginn auf der Homepage des ZAG. Dort können auch alle Ankündigungen und Abstracts zu den Veranstaltungen in Freiburg abgerufen werden: http://www.zag.uni-freiburg.de/fff/grundseiten/start.html unter „Veranstaltungsreihe 03/04“. Zu den beiden Filmveranstaltungen wird es jeweils kurze Einführungen geben. Und im nächsten Semester wird die Reihe vermutlich fortgesetzt werden.

Text: Timothy Simms

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