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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Biopics

Filme dieser Reihe:
 Mittwoch  25.10.2006  19:30 Uhr  DF  Walk the Line
 Mittwoch  08.11.2006  19:30 Uhr  OmU  Capote
 Mittwoch  15.11.2006  19:30 Uhr  OmU  Citizen Kane
 Mittwoch  22.11.2006  19:00 Uhr  DF  Aviator
Biographische Filme, kurz Biopics, sind gefragt wie selten und das bei Zuschauern wie bei Kritikern. 2005 gewann Jamie Foxx den Oscar für seine Darbietung als Ray Charles (Ray, bereits im aka gezeigt), sein Nachfolger war in diesem Jahr Philip Seymour Hoffman als Truman Capote. Auch sonst waren zahlreiche Porträts über Musiker (De-Lovely, Walk the Line, Beyond the Sea), Wissenschaftler (A Beautiful Mind, Kinsey), Künstler (Pollock, Frida) und viele weitere berühmte Persönlichkeiten in den Kinos zu sehen.

Obwohl die Fachpresse von einer Biopic-Welle spricht, handelt es sich dabei nicht um eine völlig neue Entwicklung. Unter den frühesten Filmen der Geschichte findet sich Meliés’ Jeanne d’Arc (1899) und auch bei der Entstehung der ersten Hollywood-Epen spielten Biopics eine Rolle (Judith of Bethulia, 1914). Eine erste Blütezeit erlebte das Genre in den frühen vierziger Jahren (Citizen Kane, 1941; Yankee Doodle Dandy, 1942). Bis heute hat es völlig unterschiedliche Regisseure, wie David Lean, Martin Scorsese, David Lynch, Milos Forman oder Tim Burton inspiriert. Dadurch sind auch unter seinen Highlights mit Lawrence von Arabien (1962), Wie ein wilder Stier (1980) oder Schindlers Liste (1993) äußerst verschiedene Filme zu finden.

Eins haben alle Biopics gemeinsam: Die Konzentration auf die Errungenschaften der Hauptfigur, die mit anderen Aspekten seines Lebens in Zusammenhang gestellt werden. Eine herausragende Persönlichkeit wird aus der Nähe beleuchtet und als Mensch gezeigt. Das kann anhand der wichtigsten Daten der gesamten Lebensgeschichte oder anhand einer besonders wichtigen Lebensphase stattfinden. Von der tatsächlichen Lebensgeschichte kann es dabei Abweichungen geben, außerdem kann auch eine völlig fiktive Biographie gezeigt werden (Forrest Gump, Die fabelhafte Welt der Amélie).

Um der Vielfalt des Genres gerecht zu werden, zeigt die Reihe neben drei neuen Biopics (Aviator, Walk the Line, Capote) auch einen absoluten Klassiker des Genres und des amerikanischen Films: Als journalistische Recherche angelegt erzählt Citizen Kane (USA, 1941 von und mit Orson Welles) rückblickend das gesamte Leben eines Medienmoguls. Die Erzählstruktur und die Kameraführung gelten als richtungsweisend für die weitere Filmgeschichte.

Text: Martin Koch

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