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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

60 Jahre DEFA

Filme dieser Reihe:
 Dienstag  09.01.2007  20:00 Uhr  s/w  Berlin – Ecke Schönhauser
 Dienstag  16.01.2007  19:15 Uhr  s/w  Spur der Steine
 Dienstag  23.01.2007  19:45 Uhr    Die Legende von Paul und Paula
 Montag  29.01.2007  20:00 Uhr    Vortrag: Staatskino – Film in der DDR
 Dienstag  30.01.2007  19:45 Uhr    Solo Sunny

Filme aus der DDR

60 Jahre DEFAVor 60 Jahren wurde die Deutsche Film AG (DEFA) gegründet. Sie repräsentierte die zentrale Filmproduktion in der DDR. Aufgabe der DEFA war es, Filme im Sinne des Marxismus-Leninismus zur Gestaltung einer sozialistischen Gesellschaft zu produzieren. Filmskripte sowie die Endfassungen aller gedrehten Filme mussten einem Kontrollgremium der SED, der DEFA-Kommission, zur Genehmigung vorgelegt werden. Somit befanden sich Filmemacher in der DDR oft im Zwiespalt zwischen eigenem künstlerischen Anspruch, ideologischer Überzeugung und drohender Zensur. Besonders in den Jahren 1965/66 war beinahe die gesamte Filmproduktion von der Zensur betroffen. Dazu gehörte unter anderem auch Spur der Steine vom kürzlich verstorbenen Regisseur Frank Beyer.

Nach der politischen Wende 1990 übernahm die gemeinnützige DEFA-Stiftung die Verwaltung aller zwischen 1945 und 1990 produzier ten Filme. Ziel der Stiftung ist es, den DEFA-Filmstock zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Anlässlich des 60-jährigen Gründungsjubiläums der DEFA, das im Mai 2006 begangen wurde, zeigen wir eine Reihe von Filmen, die inzwischen als Klassiker des DDR-Kinos gelten. Die vier ausgewählten Filme, die euch vom Ende der 50er bis Anfang der 80er durch 25 Jahre Filmschaffen des zweiten deutschen Staates führen, sprechen alltägliche und gesellschaftskritische Themen im Sozialismus an. Dabei wurden sie oft kontrovers diskutiert und vor allem von Seiten des Staates und der SED kritisiert. Berlin – Ecke Schönhauser ist der Hauptvertreter einer Reihe von Filmen, die sich der Lebenswelt rebellischer Jugendlicher in Berlin Ende der 50er Jahre widmen. Der Manfred-Krug-Klassiker Spur der Steine gilt als der prominenteste unter den verbotenen Filmen und versucht, die Widersprüche und Unmenschlichkeit des sozialistischen Gesellschaftssystems darzustellen. In den 70ern und 80ern weht dann schon spürbar ein anderer Wind: Sowohl im Klassiker Die Legende von Paul und Paula als auch in Solo Sunny stehen Frauen im Mittelpunkt des Geschehens. Nun werden immer stärker Möglichkeiten individueller, oft der Gesellschaft nicht entsprechender Lebensentwürfe verhandelt. Sie eröffnen damit einen Einblick in Alltagswelten und Handlungsspielräume im SED-Staat und gesellschaftliche Debatten der ehemaligen DDR zu unterschiedlichen Zeitpunkten.

Der Vortrag zur Filmreihe ist kostenlos.
Der aka-Filmclub präsentiert diese Filmreihe mit der freundlichen Unterstützung der DEFA-Stiftung und des u-asta Kulturreferates.

Text: Anna Pfitzenmaier, Peter Brüstle, Marian Jasencak, Alexander Sigelen

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