aka-Filmclub.de

Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Work-in-Progress-Festival Freiburg

Filme dieser Reihe:
 Montag  11.06.2007  20:00 Uhr    Vortrag: Glamour und Entfremdung
 Dienstag  19.06.2007  19:30 Uhr    Dunkler Lippenstift macht seriöser
 Donnerstag  21.06.2007  19:30 Uhr    Der Wald vor lauter Bäumen
 Montag  25.06.2007  20:30 Uhr    Kurzfilmwettbewerb „Arbeit in Zukunft“
 Montag  02.07.2007  14:00 Uhr    Absageagentur (Infostand)
 Mittwoch  04.07.2007  19:00 Uhr    Workingman's Death

Arbeit der Zukunft - Zukunft der Arbeit

Welche kulturellen Folgen hat der Wandel der Arbeit? Wie wirken sich die Veränderungen auf individuelle Lebensentwürfe aus? In welcher Weise beeinflussen sie gesellschaftliche Leitbilder und Wertvorstellungen? Zur Zeit konzentriert sich die Diskussion um die Zukunft der Arbeit vorrangig auf politische, ökonomische und soziale Aspekte. Die Kulturstiftung des Bundes widmet sich mit ihrem Programm „Arbeit in Zukunft“ in den nächsten drei Jahren der kulturellen Dimensionen des Wandels der Arbeitsgesellschaft. Ein Baustein dieses Programms ist das von den Freunden der Deutschen Kinemathek initiierte Projekt WORK IN PROGRESS. Im Rahmen einer bundesweite Ausschreibung wurden Kinos, Kulturinitiativen und freie Kuratoren aufgefordert, Konzepte für regionale Film- und Veranstaltungsprogramme zu entwickeln, die sich mit der Zukunft der Arbeit in unserer Gesellschaft und global beschäftigen. Von den eingereichten Projekten wurden bundesweit 37 ausgewählt. Beschreibungen dieser Programme finden sich unter www.fdk-workinprogress.de. Unter diesen befindet sich auch der gemeinsame Vorschlag des Kommunalen Kinos Freiburg e.V. (KoKi) und des aka-Filmclubs e.V. (aka).

Gemeinsam veranstalten wir im Juni und Juli dieses Jahres WORK IN PROGRESS Freiburg. Unser Programm spiegelt wider, dass Erwerbs- und Kulturarbeit in Freiburg durch die Hochschule, einen starken Dienstleistungssektor, die Lage der Stadt in einer Grenzregion, eine multikulturelle Bürgerschaft, ein reiches Kulturleben und die hohe Bedeutung sozialer Bewegungen geprägt sind. Diese besondere Situation vor Ort schlägt sich bei der Filmauswahl in zwölf verschiedenen Programmen nieder, die sowohl die globale Dimension des Arbeitswandels als auch deren Auswirkungen auf den einzelnen Menschen in den Blick nehmen. Die Filme stehen jedoch nicht für sich allein. Kooperationen mit Partnern aus der Freiburger Kulturszene, sozialen Initiativen, Gewerkschaften und der Universität sowie die Einladung von Künstlern, Regisseuren und Wissenschaftlern aus ganz Deutschland ermöglichen es, die Filme durch Vorträge und Diskussionsrunden aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und weiterführende Debatten anzustoßen. Das komplette Programm von aka und KoKi findet Ihr im Internet unter www.WorkInProgress-Freiburg.de

Der aka als universitärer Filmclub widmet sich mit zwei Filmprogrammen der Situation von Hochschulabgängern. Unter dem Motto „Generation Praktikum“ wird Katrin Rothes Dokumentarfilm „Dunkler Lippenstift macht seriöser“ zu sehen sein, in dem mit psychologischem Feingefühl und Witz der Bewerbungsmarathon zweier junger Berlinerinnen geschildert wird. Bei der Vorführung wird die Regisseurin zu Gast sein. Im Programm „Ins kalte Wasser geworfen – von der Hochschule in den Beruf“ zeigen wir Maren Ades Debütfilm „Der Wald vor lauter Bäumen“. Dieser Film zeichnet das packende und beklemmende Psychogramm einer jungen Lehrerin, die nicht zuletzt an ihrer Arbeitwelt, der Schule, scheitert. Der Film wird ergänzt durch ein Filmgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Jungen GEW. Mit dem Programm „Vom Verschwinden der Arbeit“ wenden wir den Blick auf die Globalisierung der Arbeitswelt. Michael Glawoggers Film „Workingman’s Death“ dokumentiert in drastischen Bildern Schwerarbeit in drei Kontinenten und kontrastiert sie mit Bildern einer zum Kulturdenkmal umgewidmeten Zechenanlage im Ruhrgebiet, in der die Besucher Zerstreuung suchen. Der Film wird kontextualisiert durch einen globalisierungstheoretischen und arbeitssoziologischen Vortrag.

Wir möchten über das Filmprogramm hinaus eine vielseitige künstlerische und wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema „Arbeit“ anregen: Wir öffnen unseren Kinosaal für einen Vortrag des Hildesheimer Kulturwissenschaftlers Prof. Hans-Otto Hügel über die Darstellung von ‚Arbeit’ in der populären Kultur. Außerdem haben wir die Berliner „Absageagentur“ eingeladen, ein Aktionskunst-Projekt, das gewitzt Kritik an prekären Arbeitsangeboten übt, wie sie in jedem Stellenmarkt zu finden sind. Gemeinsam mit dem KoKi und in Kooperation mit dem Studentenwerk schreiben wir einen vom DGB mitgeförderten Kurzfilmwettbewerb für junge Filmschaffende aus dem Dreiländereck aus. Eine Auswahl der besten Filme wird Ende Juni in der Mensa-Bar zu sehen sein.

Text: Hinnerk Feldwisch, Martin Koch, Alexander Sigelen

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